Neue Investitionen in Cruise (GM)

Das Tochterunternehmen von General Motors, Cruise Automation, bekommt abermals Finanzspritzen.

Noch in diesem Jahr, so der Plan, will General Motors mithilfe von Cruise Automation einen Robotertaxidienst in Kalifornien starten. Doch bisher fehlt die Genehmigung dafür.

Cruise Fahrzeug

Für den Zweck der Etablierung eines solchen Dienstes erhält das GM-Unternehmen Cruise Automation neue Gelder in Höhe von 1,15 Milliarden US-Dollar. Das Geld stammt von neuen Investoren, die wiederum von der Vermögensverwaltungsgesellschaft T. Rowe Price Associates Inc. beraten wurden. Dort wurde ein entsprechender Fonds auf gelegt, der den bisherigen Geldtopf erweitert. Zu den bisherigen Geldgebern für den Topf gehören beispielsweise SoftBank und Honda.

SoftBank investierte vergangenen Juni in das Unternehmen und Honda im Oktober. Dem ging eine Trennung von Waymo voraus. Honda erhielt dafür 5,7 Prozent und SoftBank 19,6 Prozent der Unternehmensanteile. Die Gründe dafür habe ich in diesem Artikel formuliert. Insgesamt kommt Cruise Automation nun auf eine Bewertung von 19 Milliarden US-Dollar. Noch im Oktober belief sich die Summe auf 14,6 Milliarden US-Dollar.

Selbst der Branchenprimus Waymo, der mit Alphabet und Google viel Kapital im Rücken hat, sucht neuerdings nach Investoren und wirft auch seinen Lidar auf den Markt. Die Alternative dazu ist sparen und diesen Weg haben Mercedes-Benz und BMW beschritten. Sie haben zunächst ihre Mobilitätsdienste vereinigt und wollen nun auch das Autonome Fahren gemeinsam angehen. Gut möglich, dass diese Kooperation noch weiter geht. Der Hersteller Volkswagen hat sich diesbezüglich mit Ford zusammengetan. Erst im März wurden dazu weitere Details bekannt.

Das Wettrennen um das Autonome Fahren hat in letzter Zeit an Schwung verloren, denn die Entwicklungen sind teurer und langwieriger als man bisher angenommen hatte. Ob General Motors eine Genehmigung für einen Robotertaxidienst in Kalifornien bekommt oder ob man, wie Waymo auch, in Arizona oder anderswo damit beginnt, bleibt fraglich. Vielleicht startet man auch in Florida, wo man jüngst beschlossen hat, die Technologie zu legalisieren.

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