Moskauer Wettbewerb mit Autonomen Fahrzeugen

Auch in Russland verstärkt man die Tests mit Autonomen Fahrzeugen, jedoch verlief der Winter City Wettbewerb nicht gemäß den Erwartungen.

In Moskau testen Firmen vor allem auch ob der winterlichen Verhältnisse, die aber wegen des Klimawandels nicht mehr so regelmäßig eintreten. Doch auch die Dunkelheit der Straßen macht Moskau für solche Tests relevant. Dort testeten in Vergangenheit vor allem das Unternehmen Yandex und Forschende.

Moskauer Winter City Wettbwerb

Moskauer Winter City Wettbwerb. Quelle: tu-auto.com

Bei dem Winter City Wettbewerb wurden fünf automatisierte Fahrzeuge auf die Straße geschickt. Sie sollten eine Strecke von 50 Kilometern zurücklegen. Dafür wurden drei Stunden veranschlagt. Die Fahrzeuge sollten auf sich selbst gestellt sein und derart auch nicht über eine Vernetzung verfügen. Es ging darum, die Fähigkeiten der Autonomie der Fahrzeuge zu untersuchen.

Bereits nach 20 Minuten war der Ford Focus des Moskauer Teams der Staatlichen Technischen Universität für Kraftfahrzeuge und Straßenbau (MADI) liegen geblieben. Das Auto blockierte damit auch den Verkehr und die nachfolgenden automatisierten Fahrzeuge. Die Versuche, den Wagen wieder zum Laufen zu bringen, scheiterten, sodass das Rennen erneut beginnen musste.

Während die automatisierten Fahrzeuge das Hindernis nicht bewältigen konnten, fanden die Menschen eine – wenn auch nicht regelkonforme – Möglichkeit, das Fahrzeug zu umfahren. Daraus will man eine Lehre ziehen, nämlich, dass die Verkehrsorganisation beim Autonomen Fahren anders geregelt sein muss.

Eine weitere Erkenntnis des Vorfalls war, dass die Menschen unsicher auf die automatisierten Fahrzeuge reagierten, da sie deren Verhalten nicht voraussagen konnten. Zumal die Fahrzeuge keine Hinweise auf ihre Vorgänge preisgaben, was man mit einer Umweltkommunikation regeln könnte.

Zudem stellten die Forschenden fest, dass die Positionsbestimmung mittels Lidarsensorik und HD-Kartenmaterial besser ist, als sich auf das Satellitensignal zu verlassen. Die ausschließliche Nutzung von Satellitennavigation führte bei einem Auto zu einer falschen Streckenberechnung und es fuhr auf ein Hindernis auf. Man muss solche Unfälle machen, um daraus zu lernen, kommentierte man den Vorgang.

Den Wettbewerb konnte kein Team für sich entscheiden und das Preisgeld in Höhe von 2,5 Millionen US-Dollar blieb unausgeschüttet. Dennoch zeigten sich alle mit dem Testlauf zufrieden, berichtet das Magazin tu-auto.com.

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