MIT – ShadowCam

Fachkräfte am Massachusetts Institute of Technology (MIT) widmen sich der Erweiterung der Sensorik und für die Nacht.

Mit der ShadowCam können geringe Abweichungen des Schattens wahrgenommen werden, worauf man Rückschlüsse auf die Bewegung von Objekten ziehen kann. Das System könnte für das Autonome Fahren interessant werden, wenn es darum geht beispielsweise den Fußverkehr um die Ecke zu beobachten. Der Schatten der Personen ermöglicht ein Blick um die Ecke oder zwischen geparkte Autos.

ShadowCam im Parkhaus.

ShadowCam im Parkhaus. Quelle: MIT

Auch in anderen Bereichen ist eine Anwendung möglich. So könnten Zusammenstöße von Mensch und Roboter beispielsweise in Krankenhäusern reduziert werden. Erprobt wurde die Technik jedoch anhand von Autonomen Fahrzeugen, die in einem Parkhaus herfuhren. Auch ein Autonomer Rollstuhl, der durch die Gänge navigiert, wurde damit ausgestattet. Dass man die Innenräume für die Tests heraussuchte, liegt an der gleichmäßigen Lichtverteilung in Räumen. Das erleichtert die Analyse.

Der große Vorteil des ShadowCam-Systems gegenüber beispielsweise eines Lidarsystems ist die Zeit, denn es kann in etwa eine halbe Sekunde schneller reagieren. Diese kurze Zeit könnte bereits einen Unfall vermeiden helfen, da die Fahrzeuge dann langsamer abbiegen würden und auf mögliche Gefahren vorbereitet sind.

Der Vergleich einiger Bildausschnitte im Verlauf der Zeit erlaubt die Erkennung von Veränderungen. Dabei wurde die Software auf die Bewegung des Standpunkts angepasst. Die Abweichungen können dabei so gering sein, dass sie vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden können.

Des Weiteren arbeitete man an einer Signalverstärkung, da der Schatten eine Farbänderung und das Signal-Rausch-Verhältnis abändert. Das erleichtert die Erkennung durch Kamerasysteme. Derart erreicht man eine die Klassifizierung von 86 Prozent und das 0,72 Sekunden schneller als der Lidar.

Die MIT-Forschung wurde vom Toyota Research Institute finanziert und zielt auf den Einsatz beim Autonomen Fahren ab.

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