Mit Modellautos das Autonome Fahren voranbringen

Forschende der Oregon State University wollen das Autonome Fahren zuerst am Modell entwickeln.

Die Branche testet das Autonome Fahren im Simulator und auf der Straße. Einen anderen Weg gehen Forschende der Oregon State University in den USA. Sie arbeiten an der Umsetzung mithilfe von Modellfahrzeugen.

Modellauto

Modellauto

Der Vorteil der Nutzung von Modellen ist am Kostenfaktor auszumachen, denn die Entwicklung der Technik verschlingt horrende Summen. Daher setzt Houssam Abbas, Assistenzprofessor für Elektrotechnik und Informatik an der Oregon State University, auf diese Methode. Das Modellauto-Konzept ist Teil des übergeordneten Projekts “F1tenth”.

Konkret bedient man sich der Traxxas RC-Modellautos, die mit der nötigen Technologie ausgestattet werden. Für das Projekt erhielten sie eine Finanzspritze in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar von der National Science Foundation (NSF). Die Modellautos werden auch anderen Forschungsinstituten bereitgestellt.

Neben dem Kostenfaktor ist auch die Sicherheit ein Vorteil der Nutzung von Modellfahrzeugen. Sie verfügen über eine Neun-Volt-Batterie, USB-Schnittstellen und einen Nvidia Jetson-GPU.

Tatsächlich ist die Nutzung von Modellfahrzeugen nicht neu, denn schon die UC Berkeley benutzt Modellautos, um das Autonome Fahren zu entwickeln. In Deutschland werden Modelle genutzt, um Studierende an das Thema heranzubringen: der Carolo-Cup und der Audi Autonomous Driving Cup.

An der Georgia Tech University nutzt man Modellfahrzeuge für die Studierenden, die mit fast einem Meter recht groß ausfallen. Die TU Berlin nutzt die kleinen Versionen ebenfalls.

Quelle (englisch)

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren und berichte auch auf anderen Seiten, wie dem Smart Mobility Hub, darüber. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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