Manipulation des autonomen Fahrens leicht gemacht

Microsoft Fahrzeugfeatures

Forschende der UC Irvine gelang eine einfache Manipulation autonomer Fahrzeuge, die schwerwiegende Konsequenzen haben könnte.

Immer wieder gelingt es Forschenden oder spezialisierten Unternehmen den autonomen Fahrzeugen ein X für ein U vorzumachen. Auch ein Künstler erreichte dies mit einer einfachen Linie. Nun haben Forschende der University of California in Irvine herausgefunden, dass gewöhnliche Objekte am Straßenrand zu einem unerwünschten Verhalten des Fahrzeugs führen.  So bremst es beispielsweise unvermittelt.

Die platzierten Objekte waren eine Kiste oder ein Fahrrad, das zu dem Verhalten des Autos führte. Dies stellt nicht nur für den nachfolgenden Verkehr eine Gefahr dar, auch der Fußverkehr könnte davon in Mitleidenschaft gezogen werden. Vor allem wenn dies an einer Autbahnauf- oder ausfahrt geschieht, könnte es zu Unfällen oder Verkehrsbehinderungen führen.

Das Problem identifizierten die Forschenden in der Software des Planungsmoduls, welche das System steuert. Diese Komponente überwacht die Entscheidungsprozesse des Fahrzeugs, die unter anderem bestimmen, wann es fahren, die Spur wechseln oder langsamer werden und anhalten soll. Die Software arbeitet zu vorsichtig, sodass das Problem auftaucht.

Zur Lokalisierung der Schwachstellen entwickelte das Team eine Software namens PlanFuzz. Das Programm untersucht drei verschiedene Implementierungen der Verhaltensplanung der branchenüblichen Open-Source-Systeme für autonomes Fahren, wie Apollo und Autoware.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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