LG: Chip für KI-Implementierung

Der Elektronikkonzern LG arbeitet an einem Chip, auf dem eine Künstliche Intelligenz hockt.

Der KI-Chip von LG Electonics soll in Geräte eingefügt werden, damit diese intelligent werden. Das Konzept ist vor allem für die Unterhaltungselektronik gedacht.

LG Logo

Die Künstliche Intelligenz auf dem Chip arbeitet mit einem Prozessor, der Neural Engine heißt. Damit soll ein neuronales Netzwerk, das ähnlich dem Gehirn funktioniert, etabliert werden. Derart soll die Datenverarbeitung mit dem Deep-Learning Algorithmus verbessert werden.

Bisher mussten die Daten, die von intelligenten Geräten wie Waschmaschinen oder Klimaanlagen, über das Internet aus der Cloud bezogen werden. Dieser Schritt wird nun umgangen, denn der KI-Chip kann die Daten auch ohne Internetverbindung auswerten.

Das erlaubt nicht nur ein schnelleres Arbeiten, sondern der KI-Chip kann auch anspruchsvollere Aufgaben zu übernehmen. So kann beispielsweise ein Saugroboter die Umgebung besser erkennen und Objekte klassifizieren. Außerdem ist der Wegfall der Datenübertragung gut für den Datenschutz.

Der KI-Chip kann Personen, den Standort oder den Raum erkennen. Außerdem werden darüber Stimmen und Umgebungsgeräusche analysiert – vorausgesetzt die entsprechende Hardware ist an Bord des Geräts, wo der KI-Chip eingesetzt werden kann.

Auch bei Fotos kann der KI-Chip Verbesserungen durchführen. So können bei der Bildverarbeitung visuelle Verzerrungen, wie von Weitwinkelobjektiven, korrigiert werden. Auch die Bildqualität bei Aufnahmen ohne ausreichendes Licht können optimiert werden.

Des Weiteren verfügt der KI-Chip über die SLAM Technik. Dabei generiert das System automatisch eine Karte einer unbekannten Umgebung oder aktualisiert das bekannte Kartenmaterial. Diese Funktion ist vor allem bei Drohnen vielversprechend.

Der Chip ist für Geräte wie der Robotersauger, Drohnen, Kameras, Waschmaschinen, Kühlschränke oder Klimaanlagen gedacht. Dort soll er vor allem den Komfort erhöhen.

Die Herstellung des KI-Chips von LG wurde dem Halbleiterproduzent TSMC aus Taiwan übertragen, so die Quelle.

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