Kooperation bei 5G-Ausbau

Die Telekommunikationsunternehmen kooperieren beim Ausbau von 5G. Es geht also doch?

Als die 5G-Lizenzen versteigert wurden, gab es Auflagen. Die Telekommunikationsunternehmen klagten sogar dagegen und das Verkehrsministerium, das auch für Digitales zuständig ist, wich zurück und entschärfte die Auflagen. Eine der beibehaltenen Auflagen war die Abdeckung. Es wurde die Diskussion gestartet, ob die Firmen bei der Abdeckung von Funklöchern zusammenarbeiten sollten. Dies wurde von der Industrie harsch zurückgewiesen, nun geht es aber doch.

Mobilfunkantennen

Mobilfunkantennen

Schon der ehemalige Verkehrsminister Alexander Dobrindt versprach die Funklöcher in Deutschland zu stopfen. Dies sollte bis 2018 gelingen, was aber nicht eingehalten wurde. Auch die zaghaften Versuche des neuen Verkehrsministers haben bisher kaum eine Auswirkung gehabt.

Angesichts des neuen Mobilfunkstandards 5G kooperieren die Firmen aber nun, um die Abdeckung zu ermöglichen. Die Firmen das sind Telefónica, Telekom und Vodafone. Gemeinsam will man 6.000 Antennen errichten, die alle nutzen dürfen. Da auch ein Newcomer, 1&1/Drillisch, bei der Versteigerung dabei war, ist auch dieser eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Die gemeinsamen Standorte werden an wichtigen Verkehrswegen aufgebaut, wobei es nicht nur um 5G geht. Die Auflagen sehen vor, dass mindestens 100 Mbit/s etabliert werden soll, was 4G entspricht. Dafür wurde die Zahlungsfrist verlängert. Trotz der Einigung, klagt man weiterhin gegen die Auflagen.

Die Autohersteller haben wegen der geringen Abdeckung mit 5G geplant, ein eigenes Netz zu etablieren.

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