Kill-Switch für Vernetzte Fahrzeuge

In den USA werden Stimmen laut, die einen Kill-Switch für vernetzte Autos fordern.

Vor Kurzem wurde ein Szenario durchgespielt, bei dem dargestellt wurde, dass 20 Prozent der vernetzten Fahrzeuge bei einem Hack genügen, um den Verkehr komplett zum Erliegen zu bringen. Außerdem warnte die Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog vor Sicherheitslücken in der Cybersicherheit vernetzter Fahrzeuge. Dies hat in den USA, wo die Studie auch erstellt wurde, mehr Widerhall gefunden als hierzulande.

Vernetzte Fahrzeuge

Einige Senatoren des US-Senats fordern daher einen Kill-Switch. Dabei handelt es sich um eine Möglichkeit, die Vernetzung der Fahrzeuge auf Knopfdruck zu unterbrechen. In einem Brief haben zwei US-Senatoren, Richard Blumenthal und Ed Markey, die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) nach Schwachstellen der Hersteller gefragt. Sie wollen über gemeldete Sicherheitslücken informiert werden und fordern Lösungsansätze.

Dass Hackingangriffe auf Autos und Hersteller durchgeführt werden ist kein Geheimnis. Ford, so Consumer Watchdog, erklärte dies in seinem letzten Jahresbericht. Darin steht sinngemäß: es gab sie und es wird sie auch künftig geben. Der Brief der beiden Senatoren spricht von Risiken, die der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt wurden.

Nach Angaben von Consumer Watchdog würde der Einbau eines Kill-Switches, der verpflichtend eingebaut werden soll, nur 50 US-Cent kosten. Man könnte damit jedoch einen verhängnisvollen Angriff effektiv abwehren.

Quelle (englisch)

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