Keine Touchscreens mehr für die US-Navy

In spe will die US-Navy auf Touchscreens verzichten und zu den altbekannten Steuerungselementen zurückkehren.

Die US-Navy wird wieder konventionelle Steuerungselemente in ihren Zerstörer integrieren und die installierten Touchscreens wieder herausnehmen. Der Vorgang soll ab nächstem Jahr beginnen. Der Grund dafür ist die Kollision, bei der es zu Todesfällen kam. Ein Zerstörer rammte einen Öltanker. Der Grund für den Unfall waren offenbar die Touchpads.

Der Vorfall ereignete sich im August 2017 vor der Küste Singapurs. Der Zerstörer USS John S. McCain stieß mit dem unter liberianischer Flagge fahrenden Öltanker Alnic MC zusammen. Bei dem Versuch, an dem digitalen Steuer zu drehen, verlor man die Kontrolle und rammte den Tanker. Es gab zehn Tote und 48 Verletzte an Bord des US-Schiffs.

Fehlendes Training aber auch Müdigkeit sollen mitverantwortlich sein für das Unglück. Aber auch die digitale Schiffssteuerung soll ihren Teil beigetragen haben. Die computergestützte Hilfe war deaktiviert, was die Sachlage erschwerte. Dabei wechselte die Steuerung zu den verschiedenen Antrieben. Kurz gesagt: Die Bedienung über den Touchscreen war zu kompliziert.

Die mechanischen Bedienelemente hingegen sind bekannt und geben ein sofortiges Feedback über das Schiffsverhalten. Auch eine Befragung der Crew ergab, dass die mechanische Bedienung bevorzugt werde. Ein Bericht der NTSB empfiehlt daher die Rückkehr zu den bekannten und weniger komplizierten Steuerungen.

Des Weiteren empfiehlt der Bericht, eine bessere Schulung des Bordpersonals und sicherzustellen, dass diese auch nicht übermüdet sind, wenn sie im Einsatz sind.

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