Karlsruhe entscheidet sich für EasyMile

Der Hersteller EasyMile hat sich in Karlsruhe gegen Navya durchgesetzt.

In Karlsruhe und Umgebung befindet sich das Testfeld für Autonomes Fahren in Baden-Württemberg. Dort, so wurde es bereits im Dezember verkündet, sollen künftig drei Autonome E-Shuttles verkehren. Der Einsatz der Fahrzeuge ist für nächstes Jahr geplant.

EasyMile Shuttle in Karlsruhe

EasyMile Shuttle in Karlsruhe. Quelle: FZI

Mit der Auswahl der Fahrzeughersteller hat Karlsruhe einen weiteren Meilenstein erreicht. Das Demonstrationsfahrzeug stammte von Local Motors. Jedoch hat sich das Unternehmen aus Europa zurückgezogen. Angebote für die Lieferung stammten aus Deutschland und dem europäischen Ausland.

Vor allem die beiden Hersteller Navya und EasyMile dominieren den Markt. Beide Firmen haben ihren Sitz in Frankreich. Letztlich hat sich nun EasyMile durchgesetzt und liefert das Modell EZ10 der zweiten Generation. Auch in Monheim am Rhein hat sich dieser Hersteller gegen die Konkurrenz durchgesetzt.

Karlsruhe hat drei Autonome E-Shuttles von EasyMile bestellt. Die Kosten für zwei der drei Fahrzeuge werden durch das Projekt finanziert und das Dritte wird von der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) bezahlt. Das erste Shuttle soll bereits im Juli geliefert werden. Der Hersteller baut noch weitere Schnittstellen ein und anschließend werden die Busse weiter ausgerüstet.

Für die Fahrten durch den Verkehr der Stadt erhalten die Autonomen E-Shuttles weitere Sensoren und automatisierte Fahrfunktionen. Die ersten Übungsfahrten werden noch in diesem Herbst durchgeführt und ab 2020 kommen sie in den regulären Einsatz innerhalb des Testfeldes. Der Einsatz soll den ÖPNV erweitern und die letzte Meile bedienen.

Zu den Kooperationspartnern zählen das FZI Forschungszentrum Informatik, das das Projekt leitet, der Zulieferer Bosch, die Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH, der TÜV SÜD und die DB-Tochter ioki. Weitere Projektpartner sind INIT, Karlsruhe und der Verkehrsverbund der Stadt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert das Projekt mit 2,32 Millionen Euro.

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