JLR gegen Reiseübelkeit

Der britischer Fahrzeughersteller Jaguar Land Rover hat eine Methode zur Reduzierung von Reiseübelkeit entwickelt.

Schon 2015 hat eine Abteilung der Universität von Michigan herausgefunden, dass das Autonome Fahren auch zu Reiseübelkeit führen kann. Inzwischen haben sich einige Forschende daran gemacht, Gegenstrategien zu entwickeln. So setzt das IAC auf Düfte und das Startup ClearMotion auf Vibrationen.

JLR Reisekrankheit skorrekturen

JLR Reisekrankheit skorrekturen. Quelle: JLR

Auch der britische Fahrzeughersteller Jaguar Land Rover hat sich nun etwas einfallen lassen, um das Unwohlsein zu reduzieren. Ob man unter der Reisekrankheit leidet, können Fahrzeuge des Herstellers künftig herausfinden. Dementsprechend kann sich das Auto einstellen, um die Symptome zu bekämpfen.

Dieses unwohle Gefühl, wenn man während der Fahrt nicht raus schaut, betrifft mehr als 70 Prozent der Menschen. Dennoch gibt es kaum Therapien dafür und man weiß auch recht wenig über die Ursachen.

Bei Jaguar Land Rover hat man nun einen Algorithmus entwickelt, der einen individuellen “Wellness-Score” berechnet. Auf Basis dessen, will man die Einstellungen der Kabine, als auch der Fahrweise anpassen. Diese kann individuell vorgenommen werden und soll die Auswirkungen der Fahrzeugkrankheit um bis zu 60 Prozent reduzieren können.

Gerade beim Autonomen Fahren ist es wichtig, dass die Leute keine Reiseübelkeit verspüren. Denn beim Autonomen Fahren will man lesen oder arbeiten. Denn wenn Augen Informationen wahrnehmen, die sich von der Wahrnehmung des Innenohrs unterscheidet, wird es unangenehm und das geschieht oftmals beim Lesen. Mit Blick auf die Kinder im Auto, kann das zu unangenehmen Reisesituationen führen.

Dank biometrischer Sensoren erkennt der Algorithmus die physiologischen Signale. In Kombination mit den Bewegungs- und Dynamikdaten weiß das Fahrzeug zuverlässig, wann Insassen an der Reisekrankheit leiden – noch bevor es den Menschen bewusst wird. Dabei ist die Anfälligkeit dafür irrelevant.

Während der Forschung hat man 15.000 Testmeilen absolviert und die Auswirkungen erforscht. Dabei ist aufgefallen, dass vor allem der Wegfall einer Aufgabe die Krankheit zutage fördert. Beim Autonomen Fahren wird man dank der Erkenntnisse einen Fahrstil ermöglichen, der mittels minimaler Lenkkorrekturen das Übelkeitsgefühl reduziert.

Die Veränderung des Sitzes und die Position des Infotainment-Displays auf Augenhöhe, sowie die Kühlfunktion verringern die Wahrscheinlichkeit für eine Reisekrankheit signifikant. Außerdem werden die niederfrequenten Bewegungen der Straße durch die Anpassung der adaptiven Dynamik verringert. Dies erfolgt alle alle 10 Millisekunden.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden in weitere Projekte fließen, um die Reisekrankheit im Auto zu besiegen.

Pressemitteilung

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