Japan: Auto per Smartphone gehackt

Forschende der Universität Hiroshima in Japan haben mit einem Smartphone einen Wagen gehackt.

Die Sicherheit der Soft- und Hardware im Auto in puncto Missbrauch werden immer wieder angeklagt.

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Alleine dieses Jahr gab es einige Beweise von Whitehat Hackern, dass es gar nicht so schwer ist eine digitale Wegfahrsperre oder das Keyless Schließsystem zu hacken. Zwei US-Hacker hatten einen Jeep geknackt und in Großbritannien konnte man vernetzte Systeme der Autos verfolgen. In Deutschland hatte vor allem BMW mit seinem ConnectedDrive System die Lücken offengelegt.

In Japan haben nun Forschende erneut auf die Hackbarkeit von Fahrzeugen hingewiesen. Sie nutzten ein Smartphone, das über einen Internetzugang verfügte, und hackten sich in ein Auto. Sie konnten mit einer eigens geschriebenen App die Autoscheiben bedienen oder Tacho-Darstellungen ändern. So zeigte der Tacho eine Geschwindigkeit von 180 km/h, während es parkte.

Über eine Wartungsschnittstelle konnten sie sogar Zugriff auf den Bordcomputer nehmen, wobei man Zugriff auf den Motor oder die Bremsen hatte. Hatte man das System mit Anfragen überhäuft, brach es zusammen – genau wie bei Server-Angriffen. Das Auto reagierte dann gar nicht mehr und konnte keine Manöver, wie Anfahren, ausüben.

Außerdem bedürfe es dringend einer Verschlüsselung der privaten Daten im Auto, denn auch diese waren zugänglich.

Quelle (englisch)

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren und berichte auch auf anderen Seiten, wie dem Smart Mobility Hub, darüber. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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