J.D. Power Studie: Vertrauen noch nicht vorhanden

Eine neue Studie belegt, das Vertrauen der Menschen in das Autonome Fahren hat noch Potenzial nach oben.

Das Autonome Fahren braucht ein Grundvertrauen. Ohne das Vertrauen in die Technik lässt es sich kaum vermarkten. Eine neue Studie aus dem Hause J.D. Power, die in Zusammenarbeit mit Survey Monkey erstellt wurde, ist der Frage nachgegangen.

Die Umfrage richtete sich an Verbrauchende und Branchenexperten und wurde vier Mal im Jahr durchgeführt. Dabei geht es neben dem Autonomen Fahren auch um die Elektromobilität. Im Ergebnis fanden die Forschenden heraus, dass sich die investierten Milliarden nicht amortisieren könnten, wenn man nicht für das Vertrauen sorgt.

Die Umfrage der J.D. Power Mobility Confidence Index Study ergab, dass man sich nicht so sehr an den die Fahrzeuge gewöhnen will. Auf einer Skala bis 100 kamen diesbezüglich 36 Punkte zusammen. Für die E-Mobilität ergaben sich 55 Punkte.

Die Wahrscheinlichkeit ein Autonomes Auto zu kaufen oder zu leasen wurde nur von elf Prozent als hoch eingeschätzt. Einigermaßen wahrscheinlich gaben zwölf Prozent an und bedingt wahrscheinlich sagten 22 Prozent aus. 19 Prozent sehen das als unwahrscheinlich und 36 Prozent als sehr unwahrscheinlich an.

Die Forschenden sehen das Hauptproblem darin, dass es zu wenig Informationen über die Technik gäbe, wofür die Branche sorgen müssten, und dass es viele gar nicht wollten. 66 Prozent gaben denn auch an, dass sie wenig oder gar kein Wissen über das Autonome Fahren haben.

Dennoch sehen viele die Vorteile der Technik. 47 Prozent gaben diesbezüglich an, dass es eine Transportmöglichkeit für jene sei, die nicht fahren können oder wollen. 37 Prozent denken, es führe zu einer Stressreduktion. 35 Prozent wollen sich anderen Dingen widmen und 31 Prozent glauben an eine Unfallreduktion. Weniger Stau gaben 23 Prozent und 20 Prozent eine Kraftstoffeinsparung an. 16 Prozent wünschen sich, dass das Auto Besorgungen von selbst vornehmen kann. 23 Prozent sehen im Autonomen Fahren gar keine Vorteile.

Aber auch die Nachteile der Technik werden gesehen. So fürchten 71 Prozent ein Versagen der Technik, 57 Prozent fürchten sich vor dem gehackt werden, 55 Prozent sorgen sich um die Frage der Haftung, 48 Prozent glauben, die Technik würde die Sicherheit von Radfahrenden und Zufußgehenden beeinträchtigen, 48 Prozent wollen die Kontrolle nicht abgeben, 40 Prozent sehen die Sicherheit der Fahrzeuginsassen gefährdet und 33 Prozent würden den Spaß am Fahren vermissen. Weitere Kritikpunkte sind für 26 Prozent die Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmenden, für 22 Prozent die Bedienung zu erlernen und für 17 Prozent bedeutet es mehr Stau. Drei Prozent sehen keine Nachteile und ebensoviele fürchten andere Nachteile. Vor allem die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge, so die Studie, wurde angezweifelt.

Unter den Fachleuten mehren sich die Zweifel, die Systeme zu perfektionieren. Das wirkt sich auch auf die Kommerzialisierung aus. Die Alltagstauglichkeit wird auf zehn Jahre oder mehr geschätzt. In der Bevölkerung herrscht der Glaube vor, dass dies schon in fünf bis sechs Jahren möglich sei.

Studie auf der Seite von J. D. Power

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