Investition in den Wandel | AlixPartners Analyse

Die Analyse- und Beratungsfirma AlixPartners sieht hohe Investitionen auf die Autoindustrie zukommen.

Die fetten Jahre sind vorbei, so könnte man es formulieren. Denn die Autoindustrie muss den langen Sprung in den Wandel wagen und das ist mit einigen Kosten verbunden. Bei der Beratungsfirma AlixPartners spricht von der “Profit-Wüste”, denn man muss derzeit in Autonomes Fahren und E-Mobilität investieren.

VW digitale Produktion

Der Prognose des Unternehmens zufolge werden die Hersteller in den nächsten vier bis sechs Jahren über 300 Milliarden US-Dollar in diese beiden Bereich investieren. Das geht mit einem erwartbaren Umsatzrückgang einher, der auch die Nutzenschwelle – der Punkt an dem man Gewinn macht – anhebt.

Diese Profit-Wüste muss zunächst durchschritten werden, bevor man sich im satten Grün befindet. Das Unternehmen berät die Industrie in diesem Punkt und sieht die Fortschritte durchaus positiv. Bis 2025, so die Vorhersage, werden 85 Milliarden US-Dollar in das Autonome Fahren gesteckt werden. Den Großteil, 225 Milliarden US-Dollar, braucht man für die Umstellung auf Elektrofahrzeuge.

Doch diese Investitionen werden auf absehbare Zeit keine Gewinne erzeugen. Der Absatz von E-Fahrzeugen werde weiterhin niedrig bleiben. Durchschnittlich, so die Analyse, werden 14.000 E-Fahrzeuge bis 2022 verkauft. Kein Vergleich mit den Einnahmen aus der Verbrennungsmotor-Technik.

Die Renditen wären bereits rückläufig, so das Beratungsunternehmen. Man befinde sich auf dem Niveau einer großen Rezession. Allein in den USA werde der Absatz bis 2021 auf 15,1 Millionen Fahrzeuge sinken, bevor eine leichte Verbesserung zu erwarten sei. Das heutige Niveau erreiche man erst 2025.

Die Nutzenschwelle steige von 10 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2010 auf 15 Millionen in diesem Jahr. Vor dem Hintergrund, dass der Absatz auf 24,8 Millionen Stück fällt, sorgt man sich über ein Überangebot der Produktionskapazität in China.

Quelle (englisch)

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