Hacking-KI mit passendem Fingerabdruck

Biometrische Daten sind manipulierbar, das zeigte eine Forschungsarbeit Universität von New York.

Forschende der Universität von New York in den USA haben sich in Smartphones gehackt, die mit biometrischen Daten gesichert waren. Konkret handelte es sich um Smartphones, die mittels des Fingerabdrucks gesichert waren.

Daumen

Dafür haben die Forschenden eine Künstliche Intelligenz entwickelt. Diese wurde mit einer Menge von Fingerabdrücken gefüttert und konnte derart selbst Fingerabdrücke erstellen. Diese bestanden aus einer Art Durchschnitt. “Deep Master Prints” war geboren.

Die Künstliche Intelligenz konnte sich bei 77 Prozent der Fälle Zugang zum Smartphone verschaffen, je nach dem wie hoch die Toleranzgrenze für Fehler war. Denn die Fehleranfälligkeit der Systeme ist die Schwachstelle. Weil es eben nie ganz genau passt, sei es ob der Lichtverhältnisse oder des Winkels des Abdrucks, hat man ein bisschen Spielraum –  eine gewisse Toleranz bei der Abfrage der biometrischen Daten. Diese Toleranz nutzt die Künstliche Intelligenz aus.

Ähnlich verhält es sich im Übrigen auch bei der Gesichtsanalyse für die Erkennung. Ein Bart, eine andere Frisur oder eine Wunde können das Ergebnis verfälschen. Daher wird auch hier eine Toleranz eingebaut.

Selbst bei Analyseverfahren, die weniger Fehlertoleranz zuließen, klappte es – wenn es auch weit weniger Treffer gab. Die Rate hierbei lag bei 22 Prozent bis einem Prozent. Doch bei diesen Systemen ist die Frustrationsgrenze relativ niedrig. Denn man braucht oftmals einige Versuche, um mit dem eigenen Fingerabdruck Zugang zum eigenen Smartphone zu bekommen. Viele sind dann schnell angenervt und fürchten, gar nicht mehr rein zu kommen.

Dennoch, so die Forschenden, sind biometrische Daten als Schlüssel nicht schlecht, sie müssten jedoch verbessert werden. Passwörter sind hierbei überlegen, jedoch nicht, wenn es die Klassiker wie 1234 sind.

Quelle (englisch)

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