Google-Belegschaft fordert die Einstellung von Techniklieferungen an die Polizei

Weite Teile der Belegschaft von Google fordern ein Ende der Kooperation mit der Polizei.

Schon bezüglich der Kooperation mit dem Militär brachte Google einen internen Shitstorm ein. Nun stellte man auf der CVPR einige Techniken vor, die geeignet sind, den Überwachungsstaat Wirklichkeit werden zu lassen. Mehr als 1.500 Angestellte des Unternehmens fordern nun, dass die Technik nicht mehr an die Polizei geliefert wird.

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Die gewählten Worte spiegeln die Enttäuschung, dass man die Technik an die Polizei verkauft und referiert damit auf die Proteste, die durch den Tod von George Floyd ausgelöst wurden. Die Polizei nutzt die Technik illegalerweise zur Überwachung von Organisationen wie der Bewegung Black Lives Matters. Google kooperiert derweil mit immer mehr Polizei Departments.

Google sagte nun, dass sie 500 gemachte Vorschläge prüfen werden, um die Technik nicht dem Rassismus anheimzustellen, und verweist darauf, dass man die Gesichtserkennung nicht kommerziell zur Verfügung stellt.

Google ist jedoch nicht das einzige Unternehmen, das mit der Polizei auf diese Weise zusammenarbeitet. Jedoch gibt es auch dort eine Tendenz, die Kooperationen einzustellen. So hat IBM bekannt gegeben, dass sie die Gesichtserkennung auch nicht mehr kommerziell vertreiben werden, da es der Massenüberwachung dient.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren und berichte auch auf anderen Seiten, wie dem Smart Mobility Hub, darüber. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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