GM: Keinen Robotertaxidienst in diesem Jahr

Der US-Hersteller General Motors (GM) verzögert den Start seines Robotertaxi-Dienstes.

Letztes Jahr kündigte General Motors an, dass man in diesem Jahr einen Robotertaxi-Dienst anbieten wird. Dieser sollte im US-Bundesstaat Kalifornien starten. Doch schon bald meldeten einige Insider Zweifel an dem Vorhaben an. Die Technik sei noch nicht so weit.

Cruise Fahrzeug

Nicht auf der technischen Seite gab es Schwierigkeiten, auch die rechtliche Seite gab Herausforderungen auf. Der US-Bundesstaat Kalifornien erlaubt nur solche Robotertaxi-Dienste, die kostenlos angeboten werden. Solch eine Genehmigung haben bisher nur Zoox, Pony.ai, AutoX und zuletzt auch Waymo erhalten. Auch auf Bundesebene wollte sich General Motors eine Ausnahmegenehmigung holen, doch diese wurde verweigert.

Nun hat der Hersteller den Start des Projekts auf unbestimmte Zeit verschoben. Statt den Dienst zu starten, wird man die Tests weiterführen und ausbauen. Konkret in San Francisco, wo man auch bisher testete. Das Ziel bleibe aber das Autonome Fahren in urbanen Gebieten anzubieten. Was zum Abbruch der Planungen führte, die technische oder rechtliche Seite, blieb ungenannt.

Für die Entwicklung der Technik sorgt das Unternehmen Cruise Automation, das in letzter Zeit viel Geld eingesammelt hatte. Darunter auch von SoftBank, Honda nach der Trennung von Waymo oder weiteren Investoren. Der Branchenprimus Waymo betreibt bereits seit vergangenem Dezember seinen Robotertaxi-Dienst in Phoenix im Nachbarstaat Arizona, wenn auch nur für eine begrenzte Zahl von Nutzenden.

Einen weiteren Robotertaxi-Dienst hat sonst noch Aptiv und Lyft in Kooperation in Las Vegas, wovon man kürzlich auf dem Automated Vehicle Symposium in Orlando mehr erfahren konnte. Im März haben die beiden Firmen 50.000 automatisierte Beförderungsfahrten gefeiert.

Mitteilung von Cruise Automation und Bericht des WallStreetJournals

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