Fortellix als TÜV für Autonomes Fahren

Das US-israelische Startup Fortellix will sich als Sicherheitsüberprüfer im Bereich Autonomes Fahren ansiedeln.

Zwar ist die technische Umsetzung des Autonomen Fahrens noch weit weg, doch viele Institutionen formieren sich gerade zu einer Art TÜV für die Technik. Fortellix ist ein Unternehmen, das sich damit beschäftigt.

Renault-Nissan Testsimulation

Renault-Nissan Testsimulation. Quelle: Renault

Zuletzt war es IAMTS, das sich aufschwang, um die Sicherheitsbewertung des Autonomen Fahrens zu untersuchen. Doch es gibt eine Reihe von Gruppierungen in Form von beispielsweise Herstellern, Forschungseinrichtungen und anderen Branchenbeteiligten, die sich das ebenfalls auf die Fahnen geschrieben haben. Das Ziel aller Kräfte ist eine einheitliche Bewertung der Sicherheit des Autonomen Fahrens.

Auch das Startup Fortellix kann man in diese Sammlung einreihen. Es wurde 2018 gegründet und ist eine Abspaltung der Halbleiterindustrie. Einige Gründungsmitglieder waren zuvor bei Intel angestellt.

Fortellix forderte nun, die Autonomen Fahrzeuge wie Chips zu testen. Es bräuchte Benchmarks und Metriken, um die gefahrenen Testmeilen miteinander vergleichen zu können. Derart könnte man auch eher auf die Ausfallzahlen schließen, wie sie von der Verkehrsbehörde Kaliforniens jedes Jahr herausgegeben werden. Damit erhalte man eine bessere Übersicht über die Sicherheit der Fahrzeuge.

Dabei verweist man auf Maßnahmen, die es bereits gibt. Dazu zählt beispielsweise das RSS (Responsibility-Sensitive Safety) von Mobileye, ein Tochterunternehmen von Intel. Mobileye wirft Nivida vor, dieses System plagiiert zu haben. Eine Open-Source-Version will das Startup in seine Version integrieren und damit die Sicherheit beweisbar und vergleichbar machen. Die Leistung der Fahrzeuge soll in zig Millionen Simulationsszenarien bewertet werden.

Quelle (englisch)

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