Forschungsprojekt PEGASUS | Einheitliche Sicherheitsbewertung

Das Projekt Pegasus widmet sich der einheitlichen Sicherheitsbewertung für Autonomes Fahren.

Immer mehr Initiativen weltweit widmen sich der einheitlichen Sicherheitsbewertung. Es wirkt, als würden die ersten die Definitionshoheit darüber bekommen. Gerade seit letztem Jahr hat sich Fortellix dem Projekt verschrieben, es gibt eine Hersteller Initiative, eine Branchen Initiative, ein Konzept der Universität von Michigan und ein Verband aus Sicherheitsinstitutionen konzentriert sich darauf.

Audi BMW Mercedes-Benz HERE Kartenmaterial

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Zu dem deutschen Projekt PEGASUS gehören 17 Partner aus Forschung und Industrie: Audi, ADC, Bosch, BMW, Continental, Daimler, DLR, Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen (fka), iMAR, IPG, Opel, TU Darmstadt, TraceTronic, TÜV Süd, VIRES Simulationstechnologie und Volkswagen. Der TÜV Süd ist übrigens auch Teil der oben erwähnten Branchen Initiative.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und soll einheitliche Standards zu Sicherheitsbewertung der Fahrzeugsysteme der Hochautonomie entwickeln. Das Projekt hält gerade seine Abschlusskonferenz ab.

Das Projekt wird anhand von 20 Schritten entwickelt. Die Analyse basiert dabei auf dem Autobahnpiloten (Highway Chaffeur), ein System auf Level 3. Es ist komplex genug, um die einheitliche Bewertungsmaßstäbe anhand von fünf Szenarien zu evaluieren, wobei nicht alle durch das System abgedeckt sind. Die Szenarien umfassen ländliche Straße mit Gegenverkehr, Tierquerung, Kreuzungen (gerade aus), Kreuzungen (links abbiegen) und Überholen.

Die Grundlage sind anerkannte Standards wie SAE J3061, ISO 26262, SOTIF oder die Form der Kreuzungen. Man hat sich auf die gemeinsame Datengewinnung, die Analyseform, die systematische Identifikation der Szenarien, die Vorgehensweise, die Datenformate, die Testfälle und weitere Details geeinigt – insgesamt 20 Kategorien.

Das PEGASUS Projekt wurde zudem in vier Teilprojekte gegliedert: Szenarienanalyse und Qualitätsmaße, Umsetzungsprozesse, das Testen und die Ergebnisreflexion und Einbettung. Die ersten beiden Teile widmen sich vor allem der Definition der wichtigen Verkehrsszenarien und deren Analyse. Bei Testen werden Methoden und Werkzeuge beschrieben. Es wird in Simulationen, auf Testarealen und im öffentlichen Verkehr getestet. Abschließend will man ein gemeinsames Ergebnis aus den verschiedenen Teilprojekten zusammensetzen. Das Ziel ist es, diese Ergebnisse auf höhere Stufen der Automatisierung anwenden zu können. Hier stellt sich auch die Frage, wie zuverlässig die Ergebnisse sind und wie man sie über die Verfahren erreichen kann.

Das Projekt soll internationale Anerkennung genießen und soll zum Sinnbild für die Prüfmethodik beim Autonomen Fahren werden. Es soll derart auch weltweit Anwendung finden, weshalb man von vorne herein mit anderen Ländern in Europa, den USA, Japan und China im Austausch stand.

Das offizielle Ende des Projekts nach drei Jahren findet im Juli 2019 statt. Daran schließt sich PEGASUS 2.0 an, wobei es um die Validierung und Verfikationsmethoden geht. Auch das Projekt wird vom Bund gefördert.

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