Flugtaxis als Mittel des Transports | Kommentar

Schon seit einigen Jahren tüfteln Firmen an Autonomen Flugdrohnen für den Transport. Eine Einschätzung.

Die Idee ist sicherlich verlockend: Während sich am Boden der Verkehr staut, hebt man einfach ab und fliegt zum gewünschten Ort oder in die Nähe dessen. Doch ist das wirklich realistisch sind Transportdrohnen? Eine Einschätzung.

Audi, Italdesign and Airbus combine self-driving car and passeng

Pop.Up Next – a modular concept to solve traffic problems in cities. The ultra-light, two-seater passenger cabin can be attached either to a car module or to a flight module. The dominant interior feature is a 49-inch screen, while interaction between humans and the machine is performed by speech and face recognition, eye-tracking and a touch function.

Die Technik ist sicherlich bald möglich und womöglich wird es das auch geben. Die überdimensionierten Drohnen, also Mulitkopter, fliegen einzelne oder auch mal zwei Personen von A nach B. Vermutlich fliegen die Drohnen von selbst und werden im Notfall von Personen per Fernsteuerung kontrolliert.

Doch spricht einiges gegen diese Technik. In den Science Fiction oder in Dystopien (also negative Utopien) des letzten Jahrhunderts werden oftmals die Errungenschaften so dargestellt, dass viele sie binnen von wenigen Jahrzehnten in Serie hergestellt und diese auch vielen zugänglich gemacht werden. Ein Beispiel ist, dass die Kinder in der Vergangensheitszukuft der Science Fiction von Hubschraubern zur Schule gebracht werden. Warum ist das denn heute nicht so? Und darin liegt ein Grund, warum die Robocopter nicht so verbreitet zum Einsatz kommen werden, wie heute propagiert.

Zu einen braucht es denn Platz zum Starten und Landen der Fluggefährten. Und auch wenn sie senkrecht starten und landen können, wirbeln sie immernoch viel Staub auf. Es müssen also Plätze abseits des bewohnten Gebietes gesucht werden. Zudem kommen Vögel, die den Ablauf stören könnten. Es bleibt also wohl nur ein Flugplatz übrig. Dann braucht es aber auch die Ab- und Anreise dahin – auf dem Boden.

Zum Anderen, um das Beispiel des Hubschraubers aus der Dystopie aufzugreifen, braucht man sehr viel mehr Energie, um in die Luft zu steigen, als wenn man die Energie nach vorne richten muss. Und diese doch noch beträchtliche Energie muss nicht nur bereitgestellt werden, sondern das auch nur für eine oder zwei Personen. Das macht das Prinzip schnell unwirtschaftlich.

Dann kommt da noch ein Faktor hinzu: Wenn man die vorherigen Probleme gelöst hat, entsteht schnell ein neues: Die Ordnung am Himmel. Es bedarf also Fluglinien, die man beachten muss, man kann nicht einfach mal so schnell hochsteigen. Denn wenn es wirtschaftlich ist und die Energie dazu bereitsteht, machen das viele und der Verkehr in der Luft muss geordnet werden – wie am Boden auch.

Und dann kommt da noch der Vertrauensfaktor hinzu. Es wird denn auch in diesem Bereich Unfälle geben und diese werden nicht nur Menschenleben fordern, sondern auch Vertrauen. Was wenn ein solches Fluggerät über einem Kindergarten abstürzt oder einfach über bewohntem Gebiet. Das gibt es ja heute mit Flugzeugen bereits, ist man dann noch gewillt diese Fahrzeuge zu benutzen oder zu erlauben. Jetzt könnte man sagen, was wenn ein Autonomes Fahrzeug ein Kind überfährt, was vermutlich auch noch geschehen wird. Dann muss man wohl auch vermerken, dass das bereits passiert. Nur sitzt dann ein Mensch hinter dem Steuer. Das Autonome Fahren wird Leben schonen, aber das Autonome Fliegen ist in dieser Rechnung eher ein Treiber, als diene es zur Reduktion der Unfälle – die dann auch noch schwerer ausfallen.

Es gibt Ansätze, wie vom MIT, dass man die Drohnen teils fliegen und teils fahren lässt. Das könnte ein Ausweg sein, aber beim Fliegen bleiben die erwähnten Probleme, wenn man nicht auf einen Flugplatz zurückgreift. Für den Gütertransport wird das vielleicht eher was sein.

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