Fitnesstracker: Datenschutz in Gefahr

Die sogenannten Fitnesstracker verraten Positionen und mehr über die User, wie ein neuerlicher Vorfall zeigt.

Einige Fitnesstracker sammeln viele Daten über die Nutzenden, darunter die der Hersteller Strava und Polar. Beide Firmen zeigten die Aufenthalte der User auf einer Weltkarte und gaben damit Preis, wer beispielsweise dem Militär untersteht.

Point-of-Interest-Nadeln-auf-Landkarte

Inzwischen hat man die Weltkarte mit den Anzeigen aus dem Internet genommen. Das geschah noch bevor die Medien darüber berichteten. Doch zuvor war es möglich damit einzelne Personen der Berufsgruppe des Militärs zuzuordnen. Zwei Zeitungen aus den Niederlande haben mit ihren Leuten über diese Weltkarte fast 6.500 Personen ausgemacht, die man dem Militär zuordnen kann.

Denn sie übten auf den Basen des Militärs, wo eben nicht jede Person Zugang hat. Es ist einer von zwei Skandalen, die sich in diesem Jahr ereigneten. Zuvor – im Januar – konnten auch Personen ausgemacht werden, die die Geräte von Strava nutzten. Nun waren es Personen mit einem Gerät von Polar.

Der Skandal bei Strava war auch, dass es sich um geheime Basen handelte, die nicht bekannt werden sollten. Bei dem Vorfall von Polar konnte man offenbar sogar Personen identifizieren. Man konnte die Personen denn auch anklicken und ihre Routen einsehen. Darüber konnte man ihre Wohnung herausfinden. Vor allem US-Soldaten im Nahen Osten wurden herausgefunden. Auch russische Soldaten auf der Krim oder Truppen der Grenze von Süd- und Nordkorea wurden bekannt.

Teilweise war es aber auch der Fehler der Nutzenden selbst. Denn sie haben ihre Daten mit ihrem Facebook Account verbunden, was die Person definierbar machte. Darunter waren eben Militärangehörige auf geheimen Basen, an denen man auch Nuklearwaffen vermutet. Des Weiteren wurden mutmaßliche Spione enttarnt.

Selbst wenn die Personen ihre Datenschutzbestimmungen aktivierten, waren immernoch viele Informationen einsehbar.

Quelle

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