Faraday Future schließt Werkstätte

Das Startup Faraday Future schließt eine Produktionsstätte in Kalifornien und entlässt die Belegschaft.

Eigentlich wollte Faraday Future den E-Autohersteller Tesla herausfordern und setzte auf E-Mobilität und automatisiertes Fahren. Doch offenbar hat man den Markt überschätzt. Der PS-reiche Prototyp FF 91 wurde auf der CES und das Serienfahrzeug im August dieses Jahres vorgestellt. Man warb mit über 1.000 PS und verglich sich mit den Fahrzeugen von Tesla.

Faraday Future FFZERO1 Concept

Screenshot der Homepage faradayfuture.com

Die Fabrikationsstätte Hanford im US-Bundesstaat Kalifornien wurde nun geschlossen. Dort sollte der Herausforderungswagen FF 91 gebaut werden. 40 Angestellten dort wurden entlassen und 60 in den Urlaub geschickt. Nur zehn Personen sind nach Medienberichten noch im Werk tätig. Auch auf der Führungsetage ist das Personal weggegangen. Um noch mehr Geld einzubringen sollen sogar schon Maschinen der Fertigungsstätte verkauft worden sein.

In der letzten Finanzierungsrunde sollte Geld aus China kommen. Doch die volle Tranche in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar wurde nur teilweise freigegeben. So hat Faraday Future bisher nur 800 Millionen US-Dollar davon erhalten. Das restliche Geld sollte in den kommenden zwei Jahren fließen.

Doch offenbar konnte Faraday Future nicht die gewünschten Resultate vorweisen, sodass der Investor absprang. Gerüchten nach soll sich der Investor seit der offenkundigen Pleite von Faraday Future für die Patente interessieren.

Seither versuchte das Startup, an Geld zu kommen, was auch mit Gehaltskürzungen einhergegangen sein soll. Nach aktuellem Stand der Dinge soll Faraday Future bis in einem Monat Pleite sein. Noch bis letzten Monat standen Verbindlichkeiten in Höhe von 59 Millionen US-Dollar aus.

Inzwischen, so andere Medienberichte, sammele man Geld für die Angestellten. Damit sollen diese nicht vor dem Ende stehen müssen.

Quellen: 1, 2 und 3

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