Fahrsimulator in Ilmenau vorgestellt

An der TU Ilmenau wurde ein Fahrsimulator für die Forschung zur HMI-Technologie enthüllt.

In Ilmenau wurde letztes Jahr ein Mobilitätszentrum eröffnet, das nun Zuwachs erhalten hat. Konkret geht es um einen modernen Fahrsimulator, der 420.000 Euro gekostet hat. Die Geld für den Simulator hat das Land Thüringen, die TU Ilmenau und die EU spendiert. Das Projekt untersteht der Leitung des Professors Klaus Augsburg.

Prüfzentrum Fahrsimulator TU Ilmenau

Prüfzentrum Fahrsimulator TU Ilmenau. Quelle: TU Ilmenau

Am Dienstag wurde der neue Fahrsimulator vorgestellt, der das Forschungszentrum erweitert. Dort gibt es bereits Prüfstände, welche auch miteinander vernetzt sind. Dabei geht es auch um die Forschung des Autonomen Fahrens, wobei man den Fokus auf die Fahrenden gelegt hat. Derart erforscht man die Mensch-Maschinen-Schnittstellen oder neudeutsch Human-Machine-Interface (HMI).

Das HMI sei vor dem Hintergrund der Entwicklung des Autonomen Fahrens von besonderer Bedeutung, da in einem solchen Auto die Bedienung sehr wichtig sei, so Augsburg. Die TU Ilmenau untersucht das HMI im Kontext von Haptik im Spannungsverhältnis zu akustischen und visuellen Reizen seit 20 Jahren. Die grundlegende Fragestellung dabei ist, wie kann man Menschen beim Fahren und Bedienen unterstützten.

Der neue Simulator, der von der TU Ilmenau entwickelt wurde, dient denn auch diesem Forschungsbereich. Dabei hat man einen besonderen Wert auf das Hochautonome Fahren gelegt. Wie wirkt sich dieses Konzept im Mischverkehr aus, also das Gemenge von herkömmlichen und automatisierten Fahrzeugen.

Derart kann man sich simuliert in den Straßenverkehr begeben, wobei die virtuellen Verkehrsszenerien in Echtzeit eingeblendet werden. So untersucht man die Reaktionszeiten bei akuten Verkehrsmanövern und Ausfällen der Fahrzeugtechnik. Wie reagieren die Menschen auf die Steuerungselemente der unterschiedlichen Autonomiestufen.

Neben den virtuellen Tests verfügt das Mobilitätszentrum Ilmenau auch über eine Teststrecke auf dem Flugplatz Alkersleben.

Mitteilung der TU Ilmenau

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