EZ-ULTIMO – Renaults Studie für das Autonome Fahren in der Luxusklasse

Der Hersteller Renault hat auf dem Pariser Autosalon 2018 eine neue Studie vorgestellt: EZ-Ultimo.

Bisher zeigte Renault zwei Modelle der EZ-Reihe: Der EZ-GO, ein Modell für Reisende und Pendelnde, das dem alltäglichen Gebrauch dienen soll. Des Weiteren der EZ-PRO, wobei es sich um einen Autonomer Lieferwagen für die urbane Logistik handelt. Und nun kommt mit EZ-Ultimo das Autonome Gefährt für die gehobene Klasse.

Renault EZ-Ultimo Studie

Renault EZ-Ultimo Studie. Quelle: Renault

Diese Studie lockt mit Luxus und Autonomer Fahrzeugtechnik. Es ist ebenfalls vernetzt und elektrisch angetrieben. Obwohl es in der Luxusklasse angesiedelt ist, ist es doch eine Lösung aus dem Bereich Shared Mobility. Das Einsatzgebiet ist die Fahrt zum Flughafen oder eine Sightseeing- oder Shoppingtour zu unternehmen. Die Abnehmer der Luxuskarossen sollen Airlines, Luxushotels und dererlei mehr werden.

Der Sharing-Faktor erlaubt es Mitfahrenden, zumindest für Fahrtzeit, im Luxus zu schwelgen. Der luxuriöse Charakter erhält das Fahrzeug von der Fähigkeit zum selbstständigen Fahren, aber auch durch die Nutzung nobler Materialien im Interieur, wie Holz, Leder und Marmor. Das EZ-Ultimo hat Platz für bis zu drei Personen, die möglichst bequem sitzen können sollen.

Für die Reiseunterhaltung ist durch das Infotainmentangebot gesorgt. Das unterrichtet über Sehenswürdigkeiten oder Aktionen der Läden entlang der Strecke. Zum Unterhaltungsangebot zählen Musik- und Videoangebote, sowie redaktionelle Inhalte, die auf das Reiseerlebnis zugeschnitten sind. Diese Inhalte werden in Kooperation mit dem Medienkonzern Challenges erstellt, an dem Renault 40 Prozent hält. Damit hat man Zugriff auf Geschichts- und Wissenschaftsmagazine. Dabei kurvt man leise und effizient durch den Verkehr, was E-Antrieb und Vernetzung ermöglichen.

Das Fahrzeug hat die Form eines Trapezes und hebt sich mit der Doppelfarbe aus Champagner-metallic und Schwarz optisch ab. Der EZ-Ultimo misst 5,80 Meter in der Länge und 2,20 Meter in der Breite. Die Höhe macht 1,35 Meter aus. Die Fenster sind undurchsichtig nach innen, aber durchsichtig nach außen. Der Blick kann auch nach oben zum Panorama-Dach wandern, was das Interieur zudem aufhellt.

Das Design ist wartungsarm, da man die Räder durch Aufhängung vor Bodenunebenheiten schützt. Sichtbar ist aber vor allem das Leuchten der LED-Bänder, die auch als Scheinwerfer und Rücklichter dienen. Ebenfalls unsichtbar sind die Sensoren angebracht – in Boxen und auf dem Dach, wo auch die WLAN-G5 Antenne untergebracht ist.

Wie schon bei den beiden anderen Konzepten ist die Batterie im Boden verbaut und das Laden erfolgt kabellos qua Induktion. Außerdem ist das 4Control-Fahrwerk verbaut, das sich durch lenkbare Hinterräder auszeichnet.

Die Automatisierung ist auf Level 4, was bereits erreichbar ist. Der Weg zu Level 5 eröffne sich damit. Die Automatisierung bezeichnet man als Mind-off (Kopf aus) Level bei Renault. Das soll auf den dafür zugelassenen Straßen ermöglicht werden. Die Buchung erfolgt über eine App und die Bereitschaft, dass man zusteigen kann, zeigt das Fahrzeug durch Lichteffekte. Beim Stopp öffnet sich die Tür zur Seite, während der obere Teil der Tür hochklappt. Daher fehlt auch die B-Säule und das erleichtert den Zustieg.

Zu den Kooperationspartnern zählen der Mobilitätsanbieter Transdev, der Forschungsverbund Heudiasyc und die IT-Unternehmen Microsoft und Oktal.

Pressemitteilung

,

Comments are closed.