EU benennt Vernetzungsstandard

In der Frage der Vernetzung der Fahrzeuge geht es um zwei mögliche Verfahren. Die EU hat sich nun entschieden.

Bei der Fahrzeugkommunikation gibt es zwei unterschiedliche Modelle. Einerseits gibt es den DSRC-Standard, wobei Daten über die WLAN-Frequenz übermittelt werden. Dabei handelt es sich um eine Übertragung für kurze Distanzen, aber man ist von Funklöchern unabhängig. Andererseits gibt es den Standard via Mobilfunk, was den neuen Standard 5G impliziert: C-V2X.

Cadillac DSRC Vernetzung in Serie

Cadillac DSRC Vernetzung in Serie. Quelle: GM.

Die EU hat sich nun für eine der beiden Methoden entschieden, was lange erwartet wurde. Doch die Entscheidung gefällt nicht allen. So hat man das Verfahren über WLAN 802.11p zum Standard erhoben. Vor allem BMW kritisiert die Entscheidung, da dieses Verfahren veraltet wäre. Volkswagen hingegen plant seit zwei Jahren diesen Standard ab diesem Jahr für seine Modelle.

DSRC soll kostengünstiger sein, so eine ABI-Studie, aber es ist nur für die Kurzstrecke gedacht. Vor allem mit Blick auf 5G und die kurze Reaktionszeit setzen einige Hersteller auf C-V2X (Cellular-Fahrzeug-zu allem-Vernetzung). So wird in den Medien auch oft von 5G als Ermöglicher für Autonomes Fahren gesprochen. Dabei ist man aber vom Mobilfunk abhängig, der vor allem in Deutschland nicht flächendeckend zur Verfügung steht. Aber man erhöht die Reichweite der Kommunikation.

Noch ist aber nicht alles entschieden, so kann man die Standardisierung noch widerrufen. Doch dafür benötigt man Mehrheiten, die nach Informationen der Wirtschaftswoche nicht vorhanden sind.

Derweil haben auf der letzten CES in Las Vegas drei Zulieferer eine Kommunikationsplattform für beide Standards vorgestellt. Derart könnten die Fahrzeuge über beide Standards kommunizieren, je nach dem, welcher zur Verfügung steht. So gibt es diese Entwicklung jeweils von Bosch, von Continental und von Valeo.

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