Ethikrat für Autonomes Fahren?

Eine Bitkom Umfrage ergab, dass sich die Mehrzahl der Branchenbeteiligten einen Ethikrat wünschen – nicht die Mehrheit der Bevölkerung.

Was darf die moderne Technik und was nicht – was ist mit den Dilemmata? Schon die Ethik-Kommission des Verkehrsministeriums hat sich der Fragen angenommen, aber es sind noch viele offen. Auch die Frage etwaiger Haftung ist noch nicht abschließend geklärt.

ethik-kommission uebergabe bericht

Daher fordern 86 Prozent der befragten Unternehmen der Branche einen Ethikrat, respektive eine derartige Instanz zur Klärung künftiger Fragen. Vier Prozent der Branchenbeteiligten sehen die Softwareproduzierenden, drei Prozent die Legislative und nur zwei Prozent die Hersteller in der Verantwortung zur Klärung der Fragen.

Auch die Bevölkerung wurde befragt. Diese sehen zu 34 Prozent die Forschungseinrichtungen in der Pflicht darüber zu entscheiden, gefolgt von den Hersteller mit 25 Prozent, dem Gesetzgeber mit 24 Prozent und einen Ethikrat würden elf Prozent benennen.

Diese und weitere Fragen werden am 27. November auf der Digital Mobility Conference des Bitkom Verbandes beleuchtet.  Aber die Studie scheint zu verdeutlichen, dass die Moral betroffenheitsabhängig ist.

Mitteilung

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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