DLR plant Testfeld für Autonome Schiffe in Brandenburg

In Verbindung mit einigen Kooperationspartnern will das DLR ein Testfeld für die Autonome Binnenschifffahrt in Brandenburg aufbauen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) will sich offenbar verstärkt dem Autonomen Fahren auf Gewässern widmen. Derart will man die Spree-Oder-Wasserstraße zu einer Teststrecke für Autonome Schiffe ausbauen.

Digitale und autonome Schifffahrt auf der Spree.

Digitale und autonome Schifffahrt auf der Spree. Quelle: DLR

Bisher ist ein Testfeld am Rhein vorgesehen, konkret im Dortmund-Ems-Kanal. Der Grund dafür ist dem jetzigen Projekt ähnlich: Dort herrscht kaum Binnenverkehr, was die Gefahr einer Kollision reduziert. Dabei sind vor allem Gefahrguttransporte im Fokus der Sicherheitsbedenken.

Für die Spree-Oder-Wasserstraße spricht außerdem, dass es sich in der Nähe von Berlin befindet und es über die nötige Infrastruktur verfügt. Zu dem Unterstützungskreis zählt das DLR die Häfen von Königs Wusterhausen und Eisenhüttenstadt, sowie der Bundesverband der Binnenhäfen, die Alberding GmbH und HPC Hamburg Port Consulting.

Das Gewässer soll zum Testfeld von kleinen Binnenschiffen werden, die ihre Strecke selbst herausfinden können, sich selbst be- und entladen und die über eine Kommunikationsfähigkeit verfügen. Die beiden Häfen in Königs Wusterhausen und in Eisenhüttenstadt sollen an das Testfeld angeschlossen werden. Der Aufbau soll im nächsten Jahr erfolgen.

Schon jetzt entwickelt man die Technologie für das automatische Passieren von Schleusen. Die Tests dazu könnten dann auf dem Testfeld ausgeführt werden. Dabei will man nicht nur auf GPS, sondern auch auf die Kommunikation mit Galileo zurückgreifen. Welche weiteren Schiffstypen automatisiert werden sollen, wird ebenfalls Teil des Forschungsprojekts sein. Außerdem soll untersucht werden, wie groß die Container sein sollten und wie Assistenzsysteme zur Optimierung der Kapazität und Unfallreduktion herangezogen werden können.

Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Flüsse könnte zur Entlastung des Straßenverkehrs beitragen. Derart soll der Güterverkehr auf dem Wasser bis 2030 um 23 Prozent zunehmen. 2017 betrug der Güterverkehr auf dem Wasser nur fünf Prozent. Außerdem könnte man damit Abgase einsparen und Lärm verhindern.

Mitteilung des DLR

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