Die Zukunft der Straßen und Verkehrswege

Straßenbelag
Straßenbelag

Nicht nur die Mobilität wird sich in Zukunft ändern, auch die Straßen werden wohl einen Wandel erleben. Das Stichwort heißt: Smarte Straßen.

Die Zukunft wird smart, so zumindest zeigen sich die Begrifflichkeiten bezüglich des künftigen Verkehrswesens. Die Städte werden smart, die oft zitierten Smart Cities. Die Fahrzeuge werden smart, womit man auf die autonomen und vernetzten Fahrzeuge referiert. Und die Straßen werden smart, die sogenannten Smart Roadways.

Straßenbelag

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Die intelligenten Straßen werden sich nach und nach verbreiten, aber wohl – genau wie die gepflasterten Straßen – nicht alle Bereiche erfassen. Den Anfang werden sicherlich die Wege nehmen, die für die intelligenten Fahrzeuge bestimmt sind. Sie stellen die nötige Infrastruktur für diese Fahrzeuge bereit. Sie sind smart, weil sie Informationen erfassen und verarbeiten können. Dafür werden die smarten Straßen mit Sensoren ausgestattet. So kann beispielsweise ein Drucksensor Auskunft über Tiere, Verkehrsdichte oder qua Gewicht über die Fahrzeugarten geben. Derart kann man vor Gefahren oder Staus warnen. Auch andere Sensoren können zur Klärung der Straßenverhältnisse beitragen, wie ein Thermometer oder selbstverständlich Kameras, Lidar oder Radar. Auch die Ampeln und andere Verkehrszeichen lassen sich damit intelligenter steuern oder sie können eine Rückmeldung über das Verkehrsgeschehen geben. Eine dynamische Anpassung der Geschwindigkeitsregelung und Warnung vor Baustellung, Unfällen oder Glätte erhöhen die Verkehrssicherheit enorm.

Des Weiteren kann damit Energie eingespart oder bereitgestellt werden. So können Schilder entsprechend der Topografie von einer Beschleunigung abraten oder eine Grüne Welle bilden. Die Straße selbst kann Strom für die E-Autos qua Induktion bereitstellen oder als Strommanager zwischen den Fahrzeugen dienen. Schließlich ist auch der Straßenbelag interessant für die Einrichtung der Strecken, der je nach Bedarf verschiedene Eigenschaften hat: Rollgeräusche mindern, Bremsweg verkürzen oder Haltbarkeit verlängern.

So wird das Straßenwegenetz zu einem Netzwerk an Energie und Daten. Allerdings birgt diese Entwicklung selbstverständlich auch Schwierigkeiten, die es zu lösen gilt. Zum einen ist der Datenschutz zu nennen, denn die Überwachung des öffentlichen Verkehrs ist zu Recht verboten. Des Weiteren sind solche Projekte mit Unsummen verbunden. Allein die Integration von Sensorik in die Verkehrswelt bringt riesige Geldbeträge ins Spiel.

In den USA hat man jüngst eine Infrastrukturinvestition in Höhe von einer Billion US-Dollar beschlossen. Aber schon jetzt sagen kritische Stimmen, dass der Betrag nicht ausreicht, um die Infrastruktur instandzuhalten. Allerdings gehen einige Fachleute in den USA von einem Wirtschaftsschub aus, wenn die Straßen intelligenter werden. Dazu gehören auch Ladestationen für E-Fahrzeuge und besserer Internetzugang in ländlichen Gebieten.

Auch in Deutschland ist die Verkehrsinfrastruktur vernachlässigt worden und auch hier stehen große Ausgaben vor der Tür. Vielleicht sollte man diese Chance nutzen, um die Straßen und andere Verkehrswege mit der Automatisierung in Einklang zu bringen, die sicherlich die Zukunft darstellt.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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