Deutschland: Wo Menschen bald nicht mehr arbeiten werden

Nach Bundesländern sortiert, zeigt die Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wo und welche Jobs wegfallen werden.

Die digitale Revolution erfasst immer mehr Bereiche der Menschen und klar ist, auch Arbeitsplätze und ganze Berufsgruppen werden dieser Entwicklung zum Opfer fallen. Dies war schon bei der industriellen Revolution so und es wird wieder so kommen.

VW digitale Produktion

So steigert sich die Zahl der Tätigkeiten, die durch Automatisierung qua Computer und Künstlicher Intelligenz, wegfallen. Die Studie spricht dabei von einem Substituierbarkeitspotenzial. Je nach Bundesland stellt sich das unterschiedlich dar, was an den jeweiligen Branchen liegt.

Bei der Produktion und Bearbeitung von Erzeugnissen in der Industrie, das sogenannte ‘verarbeitende Gewerbe’, werden mehr Arbeitsplätze wegfallen, als in anderen Branchen. Diese Tätigkeiten werden in spe von Computern und Robotern übernommen. Das mache bundesweit durchschnittlich 25 Prozent aus. In den Bundesländern Thüringen und dem Saarland liegt diese Quote bei 29 Prozent. In Berlin oder Hamburg, wo der Dienstleistungssektor viel ausmacht, sieht die Situation weniger dramatisch aus.

Die Bundesländer, in denen man weniger fertigt als mehr entwickelt, werden die Verlierer der Digitalisierung werden. Die Arbeitnehmenden im Saarland sind zu 64 Prozent im ‘verarbeitende Gewerbe’ tätig, in Bayern wären es 51 Prozent und in Hamburg 41 Prozent.

Bereits 2016 hatte man eine ähnliche Studie erarbeitet, wobei sich vor allem die Zahl der Arbeitsplätze erhöht hat, die durch die Digitalisierung wegfallen würden. Dabei ist das Verhältnis zwischen den Bundesländern ähnlich geblieben.

Die Prognose ist aber keine gesicherte Entwicklung. Neben den Anschaffungskosten für die Maschinen gibt es auch moralische und rechtliche Implikationen.

Studie als PDF

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