Datenschatz der A9

Datenschatz der A9

Die Verkehrsdaten des Testfelds auf der A 9 wurden von Forschenden gesammelt und nun freigegeben.

Die modernen Fahrzeuge werden nicht nur auf abgeschlossenen Testfeldern geprüft, sondern auch im Straßenverkehr und im Simulator. Die letzten beiden Felder haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick denken könnte. Denn die Daten aus dem Straßenverkehr werden aufgenommen, sodass das Auto im Simulator daraus lernen kann.

Einen solchen Datenschatz der A9 haben Forschende der TU München für die Industrie und die Wissenschaft nun freigegeben. Die Daten wurden über Sensoren aggregiert, welche den Verkehr auf der Straße aufnehmen. Dazu gehören vor allem auch Kameras des Projekts Providentia++ der TU München. Sieben Sensorsets, die auch über Radar und Lidar verfügen, sind auf einer drei Kilometer langen Strecke angebracht. Die Sensorfusion ermöglicht derart auch einen digitalen Zwilling abzubilden. Diese Daten helfen den autonomen Fahrzeugen, auf höhere Levels zu kommen.

Da es sich um ein Projekt handelt, dass durch Steuergeld finanziert wurde, gehören die Daten auch dem Staat. Daher werden die Daten auch als Open Data zugänglich gemacht. Es handelt sich um anonymisierte Rohdaten mit 600 Szenen als Bild oder kurzem Film inklusive der Punktwolken der Lidarscans.

Die Forschenden wollen nun auch einen digitalen Zwilling des urbanen Verkehrsfelds abbilden. Zunächst will man aber auch komplexere Verkehrsszenen bereitstellen, die Lichtarmut, schlechtes Wetter oder Unfälle zeigen. Vor allem die Umweltbedingungen stellen die autonomen Fahrzeuge immer noch vor Schwierigkeiten. Letztlich will man die Daten sogar in Echtzeit bereitstellen, was aber mit enormen Kosten einhergeht. Den Nutzen hat aber vor allem die Industrie.

Projektseite der TU München

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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