Datenkrake Autonomes Fahren aus China in den USA

In den USA fürchtet man den Datenhunger der autonomen Fahrzeuge aus China.

Die USA sind kein Land, in dem der Datenschutz besonders groß geschrieben wird. Das könnte sich nun rächen, denn dies könnten die chinesischen Betreiber autonomer Fahrzeuge ausnutzen. Die USA reagieren damit, die autonomen Fahrzeuge in Liste der nationalen Sicherheitsbedrohungen aufzunehmen.

Zwischen den USA und China entstehen gerade wieder vermehrt Spannungen, was sich auch in der Technologie spiegelt. Daher prüft der US-Kongress die Importe chinesischer Technologie. Der Abgeordnete Pfluger schrieb die NHTSA an, ob man auf eventuelle Sicherheitsbedrohung durch das autonome Fahren aus China vorbereitet sei. Er fürchtet, es könnten kritische Daten nach China abfließen.

Viele chinesische Startups testen ihre Fahrzeuge auch in den USA. So beispielsweise das Start-up AutoX, das in Kalifornien testet. Die Fahrzeuge der Unternehmen erheben während der Fahrt eine Vielzahl von Daten. In China nutzt die Regierung die KI, um die eigene Bevölkerung mittels Big-Data  auszuspionieren. Könnten man diese Analysen nutzen, um kritische Infrastruktur oder gar militärische Einrichtungen in den USA auszumachen?

China seinerseits hat bereits Restriktionen gegenüber Tesla-Fahrzeugen eingeleitet. Sie dürfen militärischen Einrichtungen nicht zu nahe kommen.

Auch Bedenken im Zusammenhang des Einsatzes der 5G-Technik von Huawei oder der Einsatz von TikTok werden hierbei ins Feld geführt. Außerdem sind Fälle chinesischer Akteure bekannt, die Betriebsgeheimnisse bei Apple oder Tesla entwendet haben. Es gibt eine Reihe von Politiker*innen, die in China ebenfalls eine Datenkrake, die diese Informationen gegen die USA anwenden könnten, sehen.

Quelle

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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