Daimlers Autonomous Technology Group

Der Mercedes-Benz Hersteller will seine Lkw Sparte automatisieren und gründet die Autonomous Technology Group.

Schon im Januar hat Mercedes-Benz angekündigt, dass man 500 Millionen Euro in die Entwicklung der Automatisierung von Lkws investiert. Damit will man die Lkws auf Level 4 führen, was innerhalb von einer Dekade erreicht werden soll. Dieser Plan wurde nun um die Komponente der Bündelung erweitert.

Freightliner-Inspiration-Truck-vom-Mercedes-Benz

Freightliner-Inspiration-Truck-vom-Mercedes-Benz. Quelle: Daimler

Derart hat Daimler Trucks nun die Autonomous Technology Group gegründet, die ihre Arbeit ab dem 1. Juni aufnehmen soll. Dort soll die gesamte Strategie für Autonomes Fahren zusammengefasst werden. Das impliziert die Forschung, die Entwicklung, die Etablierung der Infrastruktur und die Umsetzung. Dabei sollen die Softwareentwicklung, die Fahrzeugchassis und die Sensorintegration besondere Stellungen innerhalb des neuen Unternehmensgeflechts einnehmen. Peter Vaughan Schmidt wird die Autonomous Technology Group leiten.

Dabei ist offenbar geworden, dass man von der derzeitigen Stufe 2 direkt auf Level 4 überwechseln will und damit Level 3 ausspart. Der Grund liegt in der Frage der Sicherheit, denn bei Level 3 bedarf es immer noch der Aufmerksamkeit der Fahrenden.

Zunächst will man sich auf die Fahrten zwischen bestimmten Knotenpunkten in den USA konzentrieren. Dass man das Land dafür ausgesucht hat, liegt nicht nur an den rechtlichen Bedingungen (denn in einigen US-Bundesstaaten sind solche Transportfahrten erlaubt), sondern auch an der Konkurrenz. So hat beispielsweise Starsky Robotics solche Fahrten geplant und TuSimple hat bereits Aufträge der US-Post erhalten.

Während diese Firmen im Südwesten der USA agieren, ist Mercedes-Benz in Portland und Blacksburg verortet, außerdem ist selbstverständlich ein Sitz in Stuttgart. In Portland ist das Daimler-Entwicklungszentrum und in Blacksburg sitzt der Kooperationspartner Torc Robotics, bei dem man jüngst eingestiegen ist. Außerdem gibt es einen Forschungsaustausch mit der Autosparte von Mercedes-Benz.

Pressemitteilung

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