Boschs SmartGlass der neuesten Generation

Auf der im Januar stattfindenden CES stellt Bosch seine SmartGlasses vor.

Die Entwicklung von SmartGlasses wurde vor allem von Google vorangetrieben, die das Projekt allerdings eingestampft haben. Nun kommt eine Neuentwicklung aus einer ganz anderen Ecke – von Bosch. Der Zulieferer zeigt die Neuentwicklung auf der CES 2020 vor, die im Januar in Las Vegas stattfindet.

Bosch-Datenbrille

Bosch-Datenbrille. Quelle: Bosch

Die Lösung von Bosch basiert auf MEMS-Spiegeln, wie sie auch bei Lidarsystemen vorkommen. Außerdem ist die Bosch Light Drive-Technologie integriert. Derart erreicht man scharfe Bilder, die sogar bei Sonnenlicht-Blendung zu sehen sind. Die angezeigten Daten können aber nur von der Person gesehen werden, die die Brille trägt. Somit ist Brille ohne externe Displays oder Geräte nutzbar.

Die Datenbrille, die wie aus einem James Bond Archiv zu stammen scheint, kann auch von Waveguide-Systemen eingesetzt werden. Sie eignet sich für die Korrektur der Sehschärfe. Man kann damit Daten einblenden, wie Navigation, Informationen zu dem Gesehenen, Einkaufslisten, Social Media-Inhalte oder Messengernachrichten.

Das Konzept funktioniert folgendermaßen: der durch die MEMS gebündelte Lichtstrahl wird durch das Light Drive System als holografisches Element (HOE) erkannt und mittels dessen auf die Netzhaut projiziert. Das Konzept ist mit gebogenen Brillengläsern und sogar mit Kontaktlinsen möglich.

Mit den Ausmaßen von 45-75 mm Länge auf 5-10 mm Höhe und 8 mm Breite ist es nach Herstellerangaben, das kleinste System seiner Art. Dabei wiegt es nicht einmal zehn Gramm.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren und berichte auch auf anderen Seiten, wie dem Smart Mobility Hub, darüber. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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