Bosch: Exaktere Positionsbestimmung

Der Zulieferer Bosch verbessert die Positionsbestimmung mit Hardware, Software und Services.

Die Positionsbestimmung ist für das Autonome Fahren von enormer Bedeutung. Dabei geht es nicht nur um die ungefähre, sondern um eine möglichst exakte Bestimmung.

Bosch Positionsbestimmung System

Bosch Positionsbestimmung System. Quelle: Bosch

Eine Positionsbestimmung durch GPS ist zu ungenau und kann um bis zu zehn Meter variieren. Das wäre für die Fahrt in einer Fahrbahnspur zu ungenau. Daher gibt es verschiedene Herangehensweisen, diese Positionsbestimmung zu verbessern.

Bei Bosch setzt man daher neben der Soft- und der Hardware, auf die Services. Mit allen drei Methoden könne man die Verortung beim Autonomen Fahren ermöglichen. Derart könne ein Faktor wegfallen und man könne sich dennoch der eigenen Position sicher sein. Diese Redundanz-Variante, so die Mitteilung von Bosch, ist weltweit einzigartig.

Bosch hat einen eigenen Bewegungs- und Positionssensor entwickelt. Der Sensor kann die Signale von den GNSS Systemen empfangen. Die Daten sind, wie jene des GPS Systems, aber zu ungenau, da diese von der Ionosphäre oder den Wolken abgelenkt werden. Die Korrektur dieser Daten erreicht Bosch mithilfe von Services.

Dieser Service kommt von dem Joint Venture Sapcorda und bedient sich der Referenzstationen in der Umgebung. Die Daten zur Korrektur der Positionsbestimmung aus dem All werden über die Cloud ausgeliefert. Zudem werden weitere Informationen eingespeist, um die Lokalisierung zu verbessern: Raddrehzahl- und Lenkwinkelsensor. Das ermöglicht die Berechnung der zurückgelegten Strecke und die gefahrene Geschwindigkeit. Des Weiteren ist ein IMU integriert, was ebenfalls zur exakteren Bestimmung herangezogen wird.

Die Software von Bosch erlaubt es, diese Daten in ein einheitliches Bild zu gießen. Damit kann man die Position auf der Erde genau bestimmen und das ist die Grundlage für das Auto sich selbst zu verorten. Fällt dabei eine Quelle, wie beispielsweise, die Satellitenverbindung aus, weil man durch einen Tunnel fährt, greifen andere Teile des Konzepts und überbrücken diese Schwachstelle für kurze Zeit.

Bei einem längeren Ausfall greift das System auf die Straßensignatur von Bosch zurück. Dafür werden die Daten der Kamera- und Radarsensoren im Auto ausgewertet und mit dem Kartenmaterial in der Cloud verglichen. Zum Vergleich bedient man sich der Schilder oder der Spurmarkierungen.

Pressemitteilung

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