BMW und Mercedes-Benz: Gemeinsam die Regeln bestimmen

Die beiden Hersteller und Kooperationspartner BMW und Mercedes-Benz wollen die Regeln für das Autonome Fahren erstellen.

Dass die beiden einstigen Konkurrenten beim Autonomen Fahren zusammenarbeiten wollen, ist schon ein Knaller. Davor hatte man sich bezüglich der Mobilitätsdienste verbündet und gründete Jurbey. Wobei die Bildung von Kooperationsblöcken schon lange ein Thema war. Dem Zusammenschluss der beiden ging beispielsweise die Kooperation von Volkswagen mit Ford oder die Zusammenarbeit von Renault, Nissan und Mitsubishi mit Waymo voraus.

Zetsche und Krueger

Zetsche und Krueger. Quelle: BMW

BMW und Daimler waren also nicht die ersten Firmen, die diesen Sprung wagten. Vielleicht will man aber bei der Regulierung zu den ersten gehören. So kündigte man auf dem Genfer Autosalon an, dass man Standards setzen will. Das erreiche man durch die gemeinsame Entwicklung der Technologie. Auf Basis dessen sollen die Gesetze für das Autonome Fahren entstehen.

Dass man gute Kontakte zu der Regierungspartei CDU hat, ist ja nicht erst seit dem Diesel-Skandal bekannt. Und der Gehorsam des Verkehrsministers ist vorauseilend. Andreas Scheuer kündigte bereits an, dass er noch in diesem Jahr ein entsprechendes Gesetz einbringen will.

Die Logik der Hersteller ist, dass man die Standards schafft und darauf baut die Regulierung der Technologie auf. Dabei gibt es vor allem in Bezug auf die Frage der Haftung noch Klärungsbedarf. Zwar will man die angelaufenen Projekte noch unabhängig von einander lösen, doch sollen die gemeinsamen Projekte schon bald starten.

So will man binnen der anstehenden vier Monate die Zulieferer für die gemeinsamen Projekte auswählen und dann widmet man sich gemeinsam der Forschung und Entwicklung der entsprechenden Systeme. Das Autonome Fahren der beiden Firmen soll sich in großen und Kompaktfahrzeugen ergießen.

Außerdem will man für weitere Hersteller offen sein. Denn BMW hat bereits einige andere Autobauer in seine ursprüngliche Koalition aufgenommen, dazu zählen Hyundai und Fiat-Chrysler (FCA). Allerdings liefert Fiat-Chrysler seine Modelle auch an Waymo, die die Automatisierung auf Level 4 nachrüsten. Dennoch zeigte sich der Chef von FCA, Mike Manley, offen für eine solche Einbindung.

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