BMW 7er bietet freihändiges Fahren in den USA

Daten Auto
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In den USA können Fahrende von BMW bald die Hände vom Lenkrad nehmen. Aber Level 3 ist noch nicht erreicht.

In Deutschland darf man erst ab Level 3 freihändig fahren. Das geht derzeit nur mit der Mercedes-Benz S-Klasse. Diese hat auch in Nevada jüngst eine Zulassung erhalten. Aber auch BMWs darf man bald ohne die Hände am Lenkrad zu haben bedienen. Das wird möglich durch den Level 2+.

Es handelt sich um die 7er Reihe von BMW, die mit HD-Karten von Here ausgestattet sind. Die Genauigkeit erlaubt es mit Geschwindigkeit von bis zu 80 Mph (rund 130 Stundenkilometern) zu fahren. Es ist das erste Modell des Herstellers, das mit HERE HD Live Map des Wegs kommt.

Auch wenn die Fahrenden die Hände vom Lenkrad nehmen können, müssen sie sich dennoch weiterhin auf den Verkehr konzentrieren. Die HD Karten verfügen aber über semantische Details, die sonst nicht auf Karten verzeichnet sind. Die Fahrbahnmarkierungen sind äußerst exakt positioniert, genau wie die anderen Verkehrsinfrastrukturmomente. Das Konzept heißt übrigens Predictive Routing-Technologie von HERE.

Die HD-Karten sind in der Cloud hinterlegt, die mit geringer Latenz mit den Sensordaten abgeglichen und aktualisiert werden. Derart kann es auch auf die Sensordaten anderer Fahrzeuge zurückgreifen und daher “weiter blicken”. Die Daten der Beteiligten werden anonymisiert, sodass die Privatsphäre gesichert ist.

Die Integration dessen gelangt ebenfalls in Zusammenarbeit mit HERE, das den großen deutschen Autoherstellern gemeinsam gehört. Schon seit 2009 arbeitet man daran, auch um den Spritverbrauch zu senken. Das Konzept ist in 70 Ländern verfügbar. Es greift auf regelmäßigen Streckenerfahrungen, die in Echtzeit über Straßenbedingungen und Verkehrsereignisse informiert wird.

Das Konzept ist auch in Kanada zu finden, allerdings darf man hierzulande noch keine BMWs freihändig fahren. Jedoch gibt es diesbezüglich ja immer neue Vorstöße. Vermutlich werden Mietfahrzeuge schneller mit derlei Technik ausgestattet und werden dort zuerst erscheinen. Zumindest aber verfügen sie in der Regel über die neuesten Assistenzsysteme, die ja ebenfalls ein Plus an Sicherheit bedeuten.

Der nächste Coup heißt HD-3D Modelle von 80 Großsstädten: HERE Premier 3D Cities wurde letztes Jahr gestartet. Hier will man weiter wachsen. Das impliziert vollständige 3D-Modelle von Gebäude und Strukturen und interessanten Adressen, den sogenannten Points of Interest.

Quelle

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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