Begriff “Self-Driving” wird nicht mehr verwendet

Lidarsensor auf Dach
Lidarsensor auf Dach

Der Begriff Self-Driving wird künftig von vielen Firmen nicht mehr genutzt, auch um sich von einer Firma zu distanzieren.

Vor fünf Jahren schlossen sich die Firmen Waymo, Lyft, Ford, Uber und Volvo in eine Lobbygruppe zusammen, um Einfluss auf Washington zu nehmen. Sie nannten sich “Self-Driving Coalition For Safer Streets”. Zwischenzeitlich ist die Gruppe um die Firmen Aurora, Argo AI, Cruise, Motional und Zoox und erweitert worden. Doch nun ist man der Ansicht, dass der Begriff self-driving zu verbrämt ist, denn ein Unternehmen hat sich diesen Begriff verschlissen.

Lidarsensor auf Dach

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Jüngst verkündete die Lobbygruppe, dass man sich in “Autonomous Vehicle Industry Association”, kurz AVIA, umbenennen will. Damit will man sich auch von dem Unternehmen Tesla distanzieren, das den Begriff für seine Teilautonomie verwendet. Damit stehen zahlreiche Unfälle in Verbindung, denn der Begriff verwirrte viele Fahrende. Das Paket für die Teilautonomie lautet Full Self-Driving (FSD), was in Deutschland bereits nicht mehr erlaubt ist.

Schon lange gibt es Kritik an Teslas Begrifflichkeiten. Das System FSD ist Teil des Autopiloten. Eine Wortwahl, die selbst kritisiert wurde. Die Gruppe will sich mit der Namensänderung auch für mehr Verständnis für die Technologie werben, denn es gilt immer noch Vertrauen aufzubauen. Ein Vertrauen, das nach Ansicht einiger Branchenbeobachtenden durch Teslas Begriffe nicht gefördert wird.

Quelle (englisch)

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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