BASF: Erhöhung der Sichtbarkeit durch Lacke

Der Chemieproduzent BASF will der Autoindustrie bei der Entwicklung des Lidars helfen und setzt auf neue Lacke.

Der Lidar ist wohl der wichtigste Sensor an Bord von Autonomen Autos. Dieser Sensor ermöglicht die Erfassung der Umwelt eines Wagens in 3D. Mit diesen Informationen kann sich das Auto beispielsweise besser verorten und die Strecke planen. Doch es gibt ein Problem: Dunkle Lacke werden von Lidarsensoren nicht so gut erkannt.

Lidarsensor auf Dach

Lidarsensor auf dem Dach

Daher hat sich BASF nun etwas einfallen lassen und hat Lacke entwickelt, die vom Lidar besser “gesehen” werden können. Das betrifft vor allem dunkle Lackfarben. Diese sind aufgrund der Reflexion im Infrarot-Spektrum problematisch. Der Lidar sendet ein Licht aus und kann ob der Reflexion den Abstand messen. Dunklere Farben absorbieren das Licht aber verstärkt, sodass weniger Licht zurückgesendet wird.

Vor allem will BASF auf Rußpartikel in der Farbe verzichten. Diese sind hauptverantwortlich für die verminderte Reflexionsfähigkeit des Lackes. Außerdem soll der Grundierungslack so ausgewählt werden, dass der Lidarsensor diesen besser wahrnehmen kann.

Damit könnte man die Kenntlichmachung von selbstfahrenden Autos gleich mit lösen. Derart könnten diese Fahrzeuge mit einem einheitlichen Lack gesprüht werden, den man sofort erkennt. Allerdings hätte BASF dann ein Monopol darauf. Aber vielleicht kommt es zu einer industrieweiten und einheitlichen Lösung bei der Farbe. Damit hätten Autonome Autos einen Wiedererkennungseffekt wie es beispielsweise bei Taxis der Fall ist.

Aber die Weiterentwicklung des Lidars ist gerade im Gange. Bisher konzentriert man sich auf die Distanz, aber womöglich gibt es bald Neuerungen im Bereich der Wahrnehmungsfähigkeiten des Lidarsensors. Vielleicht ist aber auch ein Mix aus beiden Ansätzen die Lösung für das Autonome Fahren.

Quelle (englisch)

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