Baidu: Abteilung für Autonomes Fahren umstrukturieren

Baidu Uses ZF's AI Control Box for Autonomous Parking//Baidu nutzt KI-Steuerbox von ZF für autonomes Parken
The electric car-sharing vehicle from Pand Auto, one of the biggest Chinese providers, can be equipped with a function that finds and exits a parking space on its own thanks to the new valet parking system from ZF and Baidu.//Das elektrische Carsharing-Fahrzeug von Pand Auto, einem der größten chinesischen Anbieter, kann mit einer Funktion ausgestattet werden, dank der das Fahrzeug eigenständig einen Parkplatz sucht, einparkt und später das Fahrzeug wieder bringt. Dieses Valet Parking basiert auf Technologie von ZF und Baidu.

Der chinesische Internetgigant Baidu will seine Abteilung für Autonomes Fahren umstrukturieren.

Baidu wird oftmals mit Google verglichen, denn wie Google begann Baidu als Suchmaschine für das Internet in China. Eine weitere Ähnlichkeit besteht in dem Bedürfnis, das Autonome Fahren zu entwickeln und dafür hat man eine Menge Geld in der Hinterhand.

Baidu Uses ZF's AI Control Box for Autonomous Parking//Baidu nutzt KI-Steuerbox von ZF für autonomes Parken

ZF-Baidu-Kooperation. Quelle: ZF

Baidu ist zwar auch in den USA aktiv, aber man fokussiert sich nun verstärkt auf das heimatliche Geschäft. In der Stadt Changsha hat man, wie auch die Google-Schwester Waymo in Arizona, einen Robotertaxiservice gestartet. Baidu hat mit Apollo eine Plattform für Autonomes Fahren geschaffen, die inzwischen mehr als 100 Partner bindet.

Seit dem Start des Robotertaxidienstes ist es aber verhältnismäßig ruhig um das Baidu-Engagement bezüglich des Autonomen Fahrens geworden. Nun ist man aber mit der Meldung zurück, dass man die Abteilung für das Autonome Fahren umstrukturieren wird.

Der Abteilung wird eine neue Sektion hinzugefügt, die sich um die Vernetzung (V2X) kümmert. Damit will man sich auf dem sich wandelnden Markt für Mobilität behaupten und sich gegenüber der Konkurrenz durchsetzen. Die Regierung Chinas unterstützt die Fahrzeugvernetzung auf verschiedenen Ebenen.

Die neugegründete Vernetzungseinheit von Baidu soll mithilfe von 5G-Technik die Fahrzeuge, die anderen Verkehrsteilnehmenden und die Verkehrsinfrastruktur miteinander verknüpfen. Dabei arbeitet man mit über zehn Kommunen zusammen und dazu zählt auch die Stadt Changsha. Die Technik von Baidu, so die Angabe, soll den Verkehr flüssiger gestalten. Das soll in der Stadt Baoding zu einer Staureduktion von 20 bis 30 Prozent geführt haben.

Nach Angaben von Insidern soll Baidu aber festgestellt haben, dass sich die Autonome Fahrzeugtechnik nicht so schnell entwickelt, wie angenommen. Auch die Produktion von Autonomen E-Shuttles namens Apolong soll nicht so gut laufen, wie ursprünglich angedacht.

Bezüglich des Autonomen Fahrens will man sich künftig verstärkt auf Level 4 konzentrieren. So wird das Team, das sich mit Level 3 beschäftigt, mit dem Team, das sich mit Level 4 beschäftigt, zusammengelegt. Google hat ja diese Abteilung bekanntlich in ein eigenes Unternehmen entlassen: Waymo.

Das Vorgehen von Baidu mag auch damit zusammenhängen, dass viele Hersteller diese Stufe 3 überspringen wollen. Das hängt mit Befürchtungen zusammen, dass die Menschen mit Level-3-Fahrzeugen zu vertrauensvoll umgehen und den Verkehr damit gefährden könnten. Außerdem ist die Übergabe der Fahrzeugkontrolle von der Maschine an den Menschen problematisch.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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