Baden-Württemberg: Änderungen im Verkehrsverhalten?

Auf dem Testfeld für Autonomes Fahren in Baden-Württemberg, TAF BW, erforscht man nun auch etwaige Verhaltensänderungen.

Die technische Entwicklung ist nur eine Seite des Autonomen Fahrens. Es geht aber auch um die Akzeptanz, den Umweltschutz oder, wie sich die Menschen aufgrund des Autonomen Fahrens in ihrem Verhalten ändern. Diesem Feld widmet sich nun das Testfeld für Autonomes Fahren in Baden-Württemberg.

Das Testfeld des Bundeslandes befindet sich in und um Karlsruhe. Die Leitung des Projekts mit Namen “bwirkt” hat das Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Kooperation mit dem Institut für Verkehrswesen (IfV) und dem Forschungszentrum Informatik (FZI). Weitere Partner bei dem Projekt sind die Landesagentur für Neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg e-mobil BW.

Der Name “bwirkt” steht für “Begleit- und Wirkungsforschung zum automatisierten und vernetzten Fahren auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg mit Schwerpunkt auf verkehrliche Wirkungen”. Das Projekt “bwirkt” wird vom Landesverkehrsministerium mit 300.000 Euro gefördert und dauert 36 Monate.

Man geht davon aus, dass das Autonome Fahren das Verkehrsverhalten anderer Verkehrsteilnehmender ändert. Ein weiterer Fokus des Projekts ist dabei der Verkehrsfluss.

Dabei analysiert man die Anzahl der unternommen Fahrten und deren Kilometerleistung. Außerdem soll geklärt werden, ob die Ziele die Nutzung der Verkehrsmittel verändern. Zur Untersuchung bedient man sich der Software namens “mobiTopp”. Sie simuliert den Verkehr. Die Daten dafür erhält man auf der Straße. Dazu gehören beispielsweise der Abstand zu den Fahrzeugen, die Auslastung und die Zeiten.

Das FZI erarbeitet dazu ein Datenerhebungskonzept und übernimmt die Analyse, wobei man auch für die datenschutzrechtlichen Bestimmungen zuständig ist. Für eine möglichst umfangreiche Erhebung will man baldmöglichst die Nutzenden von autonomer und vernetzter Mobilität integrieren. Aus Gesprächen sollen die Bedürfnisse evaluiert und entsprechende Kommunikationsformen erarbeitet werden. Das impliziert auch die Öffentlichkeitsarbeit.

Quelle

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