AXA & Navya – Versicherungskooperation

Der Versicherer AXA kooperiert mit dem Hersteller Autonomer Fahrzeuge Navya.

Navya ist einer der führenden Hersteller von Autonomen E-Shuttles, die bereits weltweit im Einsatz sind. Doch anders als die Konkurrenz hat man keinen Versicherungspartner. Die Konkurrenz, EasyMile, ist über die Allianz versichert. Wird AXA nun die Navya Fahrzeuge versichern?

Navya Shuttle Bus

Navya Shuttle Bus

Zunächst hat man eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Firmen, Navya und AXA, vereinbart. Diese soll sich über drei Jahre bewähren. Diese Übereinkunft wurde anlässlich des Pariser Autosalon 2018 bekannt gegeben. Navya habe bereits 89 Autonome E-Shuttles im Einsatz und man hat auch noch das Autonom Cab, ein Robotertaxi, im Petto. Letzteres verkehrt bereits in Las Vegas und als Intellicar in Australien.

Das Ziel der Kooperation ist die Entwicklung von Versicherungslösungen für das Autonome Fahren, doch soweit sei man noch nicht. Denn es ist noch unklar, wen oder was man versichert. Im Falle eines Unfalls gibt es verschiedene Parteien, die verantwortlich gemacht werden könnten. Der Hersteller, also Navya, die Betreiber, also die Kundschaft, die Softwareproduzenten oder die Anbieter der Embedded-Hardware im Kleinbus.

Das Problem mit den Autonomen E-Shuttles, als Teil des öffentlichen Nahverkehrs, sei dem des Luftverkehrs ähnlich, so ein Sprecher von AXA. Die Suche nach der Verantwortlichkeit in der Wertschöpfungskette reicht bis zu den Subunternehmen.

Des Weiteren soll AXA auch Zugang zu den Daten aus den Fahrzeugen erhalten, um das Risiko abzuschätzen. AXA versichert auch eine Carpooling Initiative in Zusammenarbeit mit BlaBlaCar.

Derweil gibt es immer mehr Verbindungen der Branche zur Versicherung, wobei man die Telematik-Versicherungen ausklammert. So hat BMW bereits einen Kontakt zu Swiss Re, um neue Versicherungsmodelle zu entwickeln. Künftig werden aber vor allem Flotten betrieben, was die Versicherungsbranche vermutlich verändern wird. Denn das Ende der klassischen Kfz-Versicherung scheint ausgemacht.

Quelle (französisch)

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