Autonomes Fahrrad in Magdeburg

Durch Magdeburg fährt ein Autonomes Fahrrad. Zunächst nur zu Forschungszwecken.

Künftig soll man sich statt eines Robotertaxis auch ein selbstfahrendes Fahrrad per App buchen können, womit man beispielsweise seine Einkäufe transportieren könnte.

Magdeburger-Dom

Magdeburger-Dom

Vor einiger Zeit wurde vorgeschlagen, die Lastenräder verstärkt zu nutzen. Seit Juli gibt es in Berlin ein Förderprogramm für Lastenräder mit E-Antrieb. Dafür wurden 200.000 Euro bereitgestellt und die Nachfrage war sehr hoch, anders als bei den E-Autoprämien. Das Budget ist offenbar bereits verplant und in diesem Monat sollen die letzten Bescheide ergehen.

An der Universität Magdeburg arbeitet man an der Automatisierung der Räder, wobei der Aufsatz variabel sein soll. Derart soll man sowohl Güter als auch Personen damit befördern können. Einen Prototypen hat man bereits auf der Straße.

Das Autonome Fahrrad ist mit Sensorik und Aktuatoren vollgestopft, so sind an der Front eine Stereokamera, ein Lidar und ein Radar angebracht. Zur Seite sind Monokameras und weitere Lidarsysteme integriert. Der Antrieb gelingt über den Radnabenmotor und zur Stabilisierung ist ein weiteres Rad angebracht, sodass es sich um ein Dreirad handelt.

Die Testfahrten finden im Stadtpark der Stadt Magdeburg statt. Dabei will man noch einige Fragen klären, wie die der Kommunikation mit dem Umfeld und anderen Verkehrsteilnehmenden. Das Einsatzgebiet soll der Stadtrand sein, auf die letzte Meile oder dort wo die Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs nicht so gut ist.

Ein wesentlicher Vorteil ist, dass das automatisierte Rad nicht im Stau steht – ein Autonomes Auto schon. Ein Weiterer ergibt sich aus der Kombination mit dem öffentlichen Nahverkehr. Nach dem Transport fährt das Rad selbstständig dort hin, wo es wieder gebraucht wird oder zum Aufladen.

Die Nachteile äußern sich vor allem in den hohen Anschaffungskosten, den schlechten Fahrbahnen beim Radverkehr und dass man alles mit dem vorhandenen Strom organisieren muss. Zudem müssen noch Lösungen für das Fahren bei schlechtem Wetter und bezüglich des Diebstahlschutzes gefunden werden.

Dennoch scheint man optimistisch, bereits im kommenden Januar die Flotte einsetzen zu können. Dabei sollen die Räder zwischen dem Campus der Universität und dem Hauptbahnhof der Stadt verkehren.

Quelle

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