Autonomes Fahren als Zukunftsvision

Daten Auto

Das autonome Fahren erlebte bereits einige Hoch- und Tiefpunkte. Dabei ist es immer noch nicht erfunden.

Seit 2011 schreibe ich über das autonome Fahren und habe den diskursiven Höhepunkt dabei erlebt. Diese Technik schien ein Idealtypus der Zukunft zu sein. Die Menschen waren schnell begeistert und die Industrie erhoffte sich einen Wandel sondergleichen. Die Idee war keineswegs neu und auch in den letzten Jahrzehnten schuf man die Grundlage für diese Technik.

Am Anfang der Euphorie, die in der Mitte der 2010er Jahre ihren Höhepunkt fand, hörte man von der Industrie zahlreiche Prognosen. Bald werde man so weit sein, dass die Autos von selbst fahren würden. Im Jahr 2020, so viele der geteilten Verheißungen, würden die Menschen zu einem beträchtlichen Anteil in autonom fahrenden Autos sitzen.

Dann wurden die ersten Fristen gerissen. Elon Musks Tesla machte die größten Versprechungen. Jährlich konstatierte der Chef des E-Auto-Pioniers, dass die Technik bald unter der Haube sein würde. Doch noch heute steht Tesla auf dem Level 2 von 5. Diese Level, wie sie die Runde machten und auch bei beispielsweise bussgeldkatalog.de einzusehen sind, stellten die Einteilung von Erfolg dar.

Inzwischen haben führende Unternehmen, wie das zum Google-Konzern gehörende Waymo, Level 4 erreicht. Damit können die Autos bereits am Straßenverkehr teilnehmen und fahren größtenteils von selbst. Es hat die Industrie viele Milliarden an Forschungsgeldern gekostet. So viel Geld, das viele der Startups es nicht bis in die Gegenwart schafften. So viel Geld, dass selbst die Autohersteller ihre Forschungen reduzieren mussten. Denn die Technik konnte doch nicht so schnell angeboten werden, wie man das prognostiziert hatte.

Heute geht man davon aus, dass Level 5 vielleicht nie erreicht werden kann. Der Schlüssel für die Technik liegt aber nicht nur an den Sensoren und der Infrastruktur, welche ebenfalls noch nicht so günstig sind wie erwartet. Es ist vor allem die Künstliche Intelligenz, die das autonome Fahren voranbringen wird. Die schnelle Analyse der Daten, die Überwachung der Systeme und die Steuerung des Wagens – dafür braucht es KI-Systeme, die besser sind als das, was heute auf dem Markt ist.

Ob das kommt? Vielleicht? Wann das kommt? Das steht in den Sternen. So bleibt das autonome Fahren eine Zukunftsvision.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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