Autonomer Stadtverkehr @CITY

Unter dem Begriff “@CITY” verbirgt sich eine Kooperationsgruppe um das Autonome Fahren in der Stadt.

Bereits letztes Jahr startete die Kampagene @CITY für die Entwicklung des Autonomen Fahrens in urbanen Gebieten.

AtCity Projektdarstellung

Die Entwicklung des Autonomen Fahrens ist für die Städte besonders knifflig, da man hier – anders als beispielsweise auf der Autobahn – nicht nur in eine Richtung fährt und es gibt Querverkehr. Des Weiteren sind Zufußgehende und Radfahrende (Schwache Verkehrsteilnehmende) ein Faktor, der in der Stadt zu beachten ist. Es gibt unübersichtlichere Verkehrsführungen und einen Bedarf an informeller Kommunikation. JLR hat diesbezüglich jüngst ein Konzept mit Augen an den Fahrzeugen vorgestellt.

Daher haben sich 15 Unternehmen der Branche hierzulande zusammengetan, um die Entwicklung in der Stadt voranzubringen. Zu den Unternehmen zählen neben anderen 3D Mapping Solutions, Audi, Aptiv (Delphi), Bosch, Continental, das DLR, MAN, Mercedes-Benz, die TU Chemnitz, die TU Darmstadt und TU München. Hinzukommen weitere Forschungseinrichtungen und Unternehmen.

Gemeinsam wollen sie sich der Komplexität des urbanen Verkehrs annehmen. Das Ziel dabei ist das Autonome Fahren nicht nur sicher und effizient zu gestalten, sondern auch bequem. Dafür erarbeitet man exaktes Kartenmaterial, ausgereifte Sensorik und Software.

Das Projekt @CITY und das Unterprojekt @CITY-AF wurde bereits gestartet, wobei @CITY-AF erst im Juli dieses Jahres die Arbeit aufgenommen hat. Beide werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit rund 20 Millionen Euro gefördert.

Das Projekt @CITY ist in sieben Kategorien aufgeteilt, die sich aber gegenseitig überlappen. Dazu gehört die Umwelterfassung (1), was die Straßenverläufe, die Verkehrsteilnehmenden und deren Intentionen meint. Dafür entwickelt man Sensoren und HD-Karten. Wobei das Kartenmaterial (2) ein eigenes Feld darstellt, was mittels der Sensorfusion aktuell gehalten wird.

Ein Fokus liegt auf den kritischen Verkehrspunkten (3), wie Kreuzungen oder die Beachtung von Radfahrenden oder Passanten. Dafür werden Szenarien entwickelt, wie sich das Auto verhalten muss. Konkret spielt die Kommunikation der Fahrzeuge mit den Menschen im Verkehr (4) dabei eine gewichtige Rolle. Die Kreuzungen und die Sensorik werden dabei als eigene Kategorie ausgelotet und die Sensorik dafür ausgelegt (5).

Der urbane Verkehr hält auch besondere Herausforderungen für das Autonome Fahren bereit, so überlegt man sich Lösungen für den Lieferverkehr, die Baustellen oder Bushaltestellen (6) und auch die Absicht der schwachen Verkehrsteilnehmenden bildet ein eigenes Feld (7).

Pressemitteilung (Daimler) & Kampagnenseite

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