Außerordentlicher Wochenrückblick

Die letzte Woche ging es hier um die Analyse der Lage. In der Zeit haben sich aber auch einige Neuigkeiten angesammelt, die hier nun zusammengefasst werden.

Eine der wichtigsten Neuigkeiten der vergangenen Woche war das Whitepaper SaFAD (Safety First for Automated Driving). Dabei handelt es sich um eine vertrauensbildende Maßnahme, in der man Rahmenbedingungen für die Sicherheit beim Autonomen Fahren erarbeitet hat. Im Zentrum dessen steht das Konzept “Safety by Design”, das eine Reihe von Branchenmitgliedern unterzeichnet haben: Aptiv, Audi, Baidu, BMW, Continental, Daimler, Fiat Chrysler, Here, Infineon, Intel und Volkswagen. Konkret geht es um die einheitliche Herangehensweise bei der Entwicklung und den Testmethoden für die Sicherheit bei Level 3 und 4 Fahrzeugen.

Des Weiteren hat Waymo die Erlaubnis für das Betreiben eines Robotertaxidienstes in Kalifornien erhalten. Man erhielt die Erlaubnis am Autonomous Vehicle Passenger Service-Pilotprogramm teilzunehmen. Dabei handelt es sich aber nicht um einen kommerziellen Dienst. Bisher haben nur Zoox, AutoX und Pony.ai entsprechende Genehmigungen erhalten.

Zudem hat AB Dynamics den Simulationsspezialisten rFpro übernommen, Wunder Mobility hat eine Software zur Kapazitätsauslastung des urbanen Parkraums vorgestellt, Nvidia leitet CLEPA und Hyundai arbeitet zusammen mit Wind River an einer neuen Plattform für Autonomes Fahren.

Auch Ford und Vodafone arbeiten an einem Parkplatz-Leitsystem durch Vernetzung der Fahrzeuge mit der Verkehrsinfrastruktur. Die Tests dazu finden auf dem Testfeld KoMoD statt. Das Startup von Ford für Autonomes Fahren, Argo AI, will 2021 automatisierte Fahrzeuge auf den Markt bringen.

Nayva hat einen Kooperationspartner gefunden: ESMO. Zusammen will man das Autonome E-Shuttle in Südkorea, Japan und China auf die Straße bringen. Die Zusammenarbeit umfasst auch die Forschung und Entwicklung.

ZF hat den Flying Carpet 2.0 vorgestellt, dabei handelt es sich um den Zusammenschluss verschiedener Systeme zum Zwecke des besseren Umgangs mit der Fahrbahn. An der Ben-Gurion-Universität hat ein an die Wand projiziertes Verkehrsschild gezeigt, dass diese Manipulation von einem Renault Captur mit dem Mobileye-System für die Verkehrsschilderkennung angenommen wurde. Statt 30 Stundenkilometer zeigte das Auto an, man dürfe nun 90 km/h fahren.

Dass das Privatauto der Knackpunkt ist, hat eine neue Studie abermals aufgezeigt. Die Forschungsarbeit der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Wissenschafts- und Wissensdienst der Europäischen Kommission demonstrierte, dass neue Mobilitätsarten viel Potenzial haben, die aber gesteuert und geregelt werden müssen.

Zudem haben BMW und Daimler ihre Entwicklungskooperation in einen Vertrag gegossen. Gemeinsam will man Assistenzsysteme und Autonomes Fahren bis Level 4 entwickeln. Die Technik soll ab 2024 serienmäßig vom Band rollen.

Volkswagen stärkt derweil seinen IT-Kompetenz und eröffnet in Berlin seinen We Campus – eine Bündelung der Mobilitätsentwicklungen. Baidu ist derweil der Kooperation von Geely und Toyota beigetreten.

Quellen: cnet, autocarpro, businesswire, automobilwoche, all-electronics, greencarcongress 2x, golem, presseportal, BMW-Pressemitteilung, VW-Mitteilungen 2x, handelsblatt, faz.

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