Aurora will Blackmore übernehmen

Das Startup Aurora beabsichtigt den Lidarproduzenten Blackmore zu übernehmen.

Erst vor Kurzem hatte Aurora einiges an Kapital eingesammelt, darunter war auch Amazon als Geldgeber. Mit dem Geld will man das Autonome Fahren weiterentwickeln, aber offenbar auch auf Einkaufstour gehen.

Derart plant das Startup, das u. a. vom ehemaligen Google-Angestellten Chris Urmson gegründet wurde, den Lidarhersteller Blackmore zu kaufen. Dieses Unternehmen, das seinen Sitz in Bozeman im US-Bundesstaat Montana hat, hat seine Wurzeln beim US-Militär.

Beim Lidarsensor werden Laserstrahlen abgesetzt. Dabei misst man die Dauer für die Reflexion an Objekten, was bei schwarzen Objekten ein Problem darstellt. Im Ergebnis erhält man eine Punktwolke, womit man Objekte in drei Dimensionen erkennen und den Abstand messen kann.

Das Konzept des Jungunternehmens Blackmore unterscheidet sich von anderen Lidarherstellern in einigen Punkten. Anstatt wie die meisten Wettbewerber erzeugt man keine Lichtimpulse, sondern verwendet einen kontinuierlichen Lichtstrahl und moduliert die Frequenz, um detaillierte Informationen über die Entfernung von Zielen zu erhalten. Derart nutzt man den Doppler-Effekt aus und ermöglicht eine Sensorreichweite von 200 Metern. Zudem sei die Erfassung so genau, dass man sogar Arme und Beine ausmachen kann.

Nicht alle Branchenbeteiligten glauben an die Notwendigkeit von Lidarsensoren beim Autonomen Fahren, doch mit beispielsweise Tesla und Nissan ist das nur eine Minderheit. Wobei auch das MIT an einer Navigationstechnologie arbeitet, mit der man den Lidar vernachlässigen kann. Das Startup Aurora gehört ganz offensichtlich nicht zu dieser Fraktion.

Die Bedingungen für die Übernahme von Blackmore durch Aurora wurden noch nicht bekannt gegeben.

Quelle (englisch)

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