Aurora forscht an selbstheilender Software

Das US-amerikanische Startup Aurora hat Geld für sein Projekt – Selbstheilende Software – gesammelt.

Das Startup Aurora Labs – nicht zu verwechseln mit dem von Chris Urmson, einem ehemaligen Google Angestellten, gegründeten Unternehmen Aurora – hat eine Menge Geld eingesammelt. Das Jungunternehmen hat sich auf die Automatisierung und Prognose spezialisiert, was man mittels Algorithmen erreicht. Aurora Labs wurde von  Zohar Fox mitbegründet und stammt aus Israel.

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Aurora Labs hat 8,4 Millionen US-Dollar eingesammelt. Mit dem Geld, das durch Fraser McCombs Capital zusammen kam, will man eine Software entwickeln, die in der Lage ist, Probleme im Auto selbstständig zu erkennen und zu beheben.

Zudem eröffnet man mit dem Geld neue Filialen und zwar in Deutschland, konkret in München und im israelischen Tel Aviv. Dort sucht fast die gesamte Autobranche derzeit nach neuen Innovationen und entsprechenden Startups. Derzeit verfügt Aurora Labs über 17 Angestellte und die Belegschaft soll wachsen. Bis zum Ende des Jahres will man weitere Leute einstellen.

Diese sucht man auch in den USA, denn dort sollen Vertriebsbüros errichtet werden. Genaugenommen plant man Büros in Detroit im US-Bundesstaat Michigan und in San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien. Also den beiden Hotspots für die Entwicklung des Autonomen Fahrens in den USA.

Die Software ist ein wichtiger Teil des Autonomen Fahrens und wird auch in manuell gesteuerten Fahrzeugen immer wichtiger. Dabei werden Millionen von Codezeilen programmiert. Das bedeutet auch mögliche Fehler im Quellcode und das könnte auch zu einer Gefahr werden.

Erst kürzlich wurde eine Klage gegen den Autohersteller Fiat-Chrysler zugelassen, dessen Software-Fehler zu einem plötzlichen Abschalten des Motors führte. Weltweit, so Aurora Labs, wurden allein im Jahr 2017 rund 15 Millionen Fahrzeuge wegen Fehlern in der Software zurückgerufen.

Die Entwicklung von Aurora, die automatische Behebung der Fehler, könnte das Fahren zur Werkstatt überflüssig machen. Die Plattform von Aurora Labs arbeitet mit dem inzwischen vereinfachten Verfahren der OTA (Over the Air) Updates. Derart können Änderungen an der Software schneller vorgenommen werden, ohne dass man in eine Werkstatt fahren muss. Sie werden über das Internet in die Fahrzeuge eingespielt.

Aurora Labs hat bereits einige Abnehmer für die Entwicklung der Plattform gefunden. Dabei handelt es sich um Autohersteller, deren Namen man aber nicht nennt. Das Ziel ist der Einsatz beim Autonomen Fahren.

Denn bisherige Fahrzeuge verfügen über durchschnittlich 150 Millionen Codezeilen, das wird mit dem Autonomen Fahren aber enorm zunehmen. Die Qualitätssicherung wird dem nicht Schritt halten können. Denn alle 1.000 Codezeilen schleichen sich 15 bis 50 Fehler ein. Die derzeitige Form der Qualitätssicherung findet jedoch nur 15 Prozent heraus.

Quelle (englisch)

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