Audi greift auf Aeva Lidar zurück

Audi überlegt offenbar auf die Lidarsysteme des Startups Aeva zurückzugreifen.

Der Lidar des Startups Aeva ist erst vor wenigen Monaten angekündigt worden. Der Sensor von Aeva kann Objekte und deren Entfernungen auswerten, womit man eine Aussage über das Verhalten von Fahrzeugen und Personen ableiten kann. Derart spricht man von einem 4D-Lidar.

Lidarsensor auf Dach

Lidarsensor auf dem Dach

Im Oktober erklärte man, es gäbe in der Branche Interesse daran, aber man wollte keine Namen nennen. Der Name wäre wohl Audi, respektive die Audi-Tochter Autonomous Intelligent Driving (AID) gewesen. Die Tests damit in einer Flotte von automatisierter e-tron-Fahrzeuge liefen offenbar erfolgreich.

Der Lidarmarkt hat in der jüngeren Vergangenheit einige Startups hervorgebracht, die vor allem den Platzhirsch Velodyne angreifen. Dessen Systeme nutzen fast alle Branchenbeteiligte, außer Tesla. Der E-Autohersteller sieht den Sensor als wertlos an, wie man anlässlich des Autonomy Days sagte.

Der Aeva-Lidar emittiert einen kontinuierlichen Lichtstrahl bei niedriger Leistung. Derart kann man auf eine Distanz von bis zu 300 Metern Objekte erkennen und ihre Geschwindigkeit und Richtung ermitteln. Außerdem seien die Lidarsensoren robuster gegenüber Sonnenlicht und deren Interferenzen. Dadurch würden sich Phantom-Punkte in der Punktwolke von Lidarsensoren ergeben.

Quelle (englisch)

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren und berichte auch auf anderen Seiten, wie dem Smart Mobility Hub, darüber. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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