Apple Angestellter wegen Geheimnisverrat angeklagt

Eine früherer Angestellter von Apple wurde wegen des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen im Bereich Autonomes Fahren angeklagt.

Die US-Behörden beschuldigen einen ehemaligen Angestellten des IT-Unternehmens Apple, Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben. Dabei geht es um die Blaupause eines wichtigen Teils eines Autonomen Fahrzeugs, das man auf dem persönlichen Laptop des Beklagten fand. Damit wollte er nach China fliehen, so die Anklage am Montag.

chip-schaltung

Das erinnert an den Fall Anthony Levandowski, der über ein kompliziertes Firmengeflecht Daten von damals noch Google und heute Waymo mit zu Uber nahm. Den Prozess dazu führte man gegen Uber und er endete mit einem Vergleich, bei dem Uber 245 Millionen US-Dollar an Waymo entrichten musste. Der Prozess gegen Levandowski selbst steht noch aus, wobei es auch weitere Prozesse gegen ihn gibt. Levandowski ist derweil mit einem neuen Startup Kache.ai wieder im Geschäft und vor kurzem entschuldigte er sich für den Diebstahl.

Bei dem Prozess von Apple geht es um Xiaolang Zhang. Auch er stahl die Daten von dem früheren Arbeitgeber, in dem Fall Apple, und wollte mutmaßlich damit ein eigenes Unternehmen in China starten. Konkret stahl er vermutlich eine Chipplatine, die man beim Autonomen Fahren benötigt.

Er wurde auf dem Flughafen von San José im US-Bundesstaat Kalifornien vergangenen Samstag festgenommen. Apple kommentierte den Vorfall: Man wird mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten und alles tun, um sicherzustellen, dass er und etwaige Komplizen zur Verantwortung gezogen werden.

Bei Apple war Zhang damit beschäftigt, die Soft- und Hardware für ein Autonomes Fahrzeugprojekt zu entwickeln. Er entwarf in dem Zusammenhang Platinen für die Analyse von Sensordaten und testete sie. Dieser Auftrag war wohl von Erfolg gekrönt, sonst hätte er wohl nicht damit fliehen wollen. Das wirft auch ein Licht auf die Fortschritte von Apple bei der Entwicklung der Technik.

Als Zhang aus einem kurz zuvor erfolgten Urlaub seine Kündigung einreichte, kündigte er an, er wolle für Xiaopeng Motors in China arbeiten. Dort tüftelt man an E-Fahrzeugen und das Unternehmen hat auch einen Sitz im kalifornischen Silicon Valley. Daraufhin wurden seine Unterlagen durchsucht und man fand Zugriffe auf geheime Datenbanken, die von ihm durchgeführt wurden.

Zhang verteidigte sich damit, dass er die Sachen nur mitnahm, weil er innerhalb von Apple auf eine andere Stelle wechseln wollte.

Quelle (englisch)

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