Amnesty International: Autonome Waffen verbieten

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat sich für ein weltweites Verbot von Autonomen Waffensystemen eingesetzt.

Derzeit tagt die UNO zu dem Thema des Verbots von Autonomen Waffensystemen oder wie der Volksmund sagt: Killerroboter. Die Non-Profit-Organisation Amnesty International plädiert dabei für ein Verbot dieser Waffensysteme.

Flugdrohne

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Das Hauptargument der Menschenrechtsorganisation ist, dass die Entscheidung über Leben und Tod nicht von Maschinen getroffen werden dürfe. Und es herrsche Eile in der Frage, denn weltweit arbeiten die Länder an der Entwicklung dieser Technologie. Das Völkerrecht müsse sich der Frage stellen, ob man diese Waffen verbieten soll oder nicht – bevor sie auf den Markt kommen.

Dank des Einsatzes von Künstlichen Intelligenzen können diese Waffen ihre Ziele selbstständig ausmachen und angreifen. Google hilft dem US-Militär bei der Erkennung mittels einer Künstlichen Intelligenz, wobei man Grundsätze für die Zusammenarbeit aufgestellt hat.

In dieser Woche trafen sich Vertretende der Länder zu Verhandlungen in Genf zu dem Thema. Insgesamt nahmen 75 Länder an den Verhandlungen darüber teil.

Dort zeichnete sich eine Gruppe von Ländern ab, die dem Verbot zustimmen würden. Darunter ist auch Deutschland, aber Deutschland hat auch keine Kapazitäten in dem Bereich. Andere Länder, wie die USA, Israel und Südkorea tüfteln kräftig daran und sehen ein kategorisches Verbot daher auch eher kritisch. Die involvierten Länder fordern eine klare Definition, welche Waffengattungen genau verboten werden sollen. Moral ist wiedermal betroffenheitsabhängig.

Die Diskussion ist allerdings nicht neu, schon lange gibt es Stimmen, die ein Verbot dieser Waffen fordern. Doch die Forschung daran geht ungemindert weiter und wenn sie in der Welt sind, werden sie die neue Atombombe darstellen. Die Länder werden in diejenigen unterteilt, die über Autonome Waffensysteme verfügen und solche, die sie nicht haben.

Vor allem in westlichen Staaten mit einem postheroischen Gedankentum bieten die Waffen einen Anreiz. Denn man muss weniger Menschenleben bei einem Einsatz gefährden. Doch besteht die Gefahr, dass Maschinen auch die falschen Ziele angreifen. Obgleich das auch den Menschen passieren kann, wie es WikiLeaks mehrfach publik machte.

Quelle

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